Messeauftritt

Marvin Meyke,

United Grinding zeigt neue Automatisierungslösung auf der GrindingHub

Die United Grinding Group präsentierte auf der GrindingHub eine neue Automatisierungslösung im Bereich der Werkzeugbearbeitung. Der Messeauftritt legte den Fokus auf Lösungen zur Konnektivität.

© United Grinding

Am ersten Messetag um 10 Uhr fielen die Hüllen und gaben den Blick frei auf einen mobilen Transportroboter, der autonom zwischen der High-End Werkzeugschleifmaschine Helitronic Vision 400 L und der vollautomatischen Messmaschine Helicheck Plus pendelte. Diese Automatisierungslösung trägt den Namen "Automated Tool Production" (ATP) und erlaubt die automatische Be- und Entladung von zylindrischen Präzisionswerkzeugen. Das System besteht mindestens aus einer von vorne zugänglichen Roboterzelle und einem mobilen Transportroboter, der Werkstückpaletten und Einzelteile zwischen den Lager- und Bearbeitungsstationen transportiert. ATP lässt sich problemlos in bestehende Anlagen integrieren und kann nicht nur mit Walter-Maschinen, sondern auch mit Maschinen von Drittanbietern verbunden werden.

Zudem zeigte Walter eine weitere Innovation: Die Einführung der Lasertechnologie auf Basis der neuen Vision Laser Maschine. Das Hauptanwendungsgebiet der neuen Maschine ist die Bearbeitung von plattenbelegten Schneidwerkzeugen. Durch Einsatz eines zuverlässigen und industrieerprobten Lasersystems gepaart mit gekapselten Optik-Modulen wird laut Unternehmensangaben eine sehr hohe Verfügbarkeit der Maschine im Alltagsbetrieb ermöglicht.

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Zahlreiche Maschinenneuheiten

Neben diesen Neuheiten konnten sich Interessierte an insgesamt 12 ausgestellten Maschinen aus den Bereichen Schleifen, Erodieren, Lasern, Messen und additive Fertigung über neue Technologien der Gruppe informieren. Im Bereich Flach- und Profilschleifen präsentierte Blohm mit dem Werkzeugwechsler für die Planomat XT eine in diesem Marktsegment einmalige und kosteneffiziente Lösung für den automatischen Wechsel der Schleifscheiben.

Auch Studer zeigte ihr neues Automatisierungssystem, insertLoad, das die Vorteile von Standardisierung und grosser Flexibilität vereint und die automatische Be- und Entladung der Rundschleifmaschinen S31, S33 und S36 erlaubt.

Daneben präsentierte Irpd außerdem ihre Maschinenentwicklung im Bereich der additiven Fertigung: die Impact 4530. Diese erste industrietaugliche additive Werkzeugmaschine soll sich insbesondere durch hohe Wiederholgenauigkeit und Benutzerfreundlichkeit bei der Fertigung von Metallteilen auszeichnen. 

Der Messeauftritt stand unter dem Motto "Stay Connected" und so konnte sich das Fachpublikum ausserdem über zahlreiche Lösungen zur Konnektivität informieren. Dazu gehörten verschiedene digitale Customer Care Lösungen, die digitalen Assistenzsysteme der United Grinding Digital Solutions, sowie die universelle herstellerunabhängige Datenschnittstelle umati, über die sich die Maschinen der Gruppe miteinander, mit Maschinen von Drittanbietern und mit ihrem Produktionsumfeld verbinden lassen. 

Geschäftsverlauf der Gruppe

Außerdem fand zur GrindingHub eine Pressekonferenz der Gruppe statt, bei der Stephan Nell, CEO der United Grinding Group, Einblicke in den Geschäftsverlauf gab. "Das zurückliegende Jahr war eines der drei besten seit Bestehen unserer Gruppe", so Nell. Trotz des schwierigen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds konnte sich die Gruppe in 2023 nicht nur behaupten, sondern ihre führende Marktstellung ausbauen. Die Aussichten für 2024 sind für die Industrie allerdings weniger rosig: "Wie die gesamte Werkzeugmaschinenbranche müssen auch wir im laufenden Jahr mit einem Umsatzrückgang rechnen", erklärt Nell.

Die Prognosen seien aufgrund des nicht vorhersehbaren Weltgeschehens jedoch schwierig. "Die externen Faktoren, die den Markt aktuell prägen, können wir wenig oder gar nicht beeinflussen. Je nach Region und Abnehmerindustrie gibt es wiederum unterschiedliche Dynamiken, was die Prognose zusätzlich erschwert. Insgesamt hoffen wir auf einen Anstieg im Auftragseingang gegen Ende des Jahres", beendet Nell seine Ausführungen und gibt einen vorsichtig optimistischen Ausblick in die Zukunft.

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