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Strategie: Lenze stellt sich global auf
Mit einer moderaten Umsatzsteigerung von 567 Mio. auf 576,9 Mio. Euro konnte der Antriebs- und Automatisierungsspezialist Lenze im Geschäftsjahr 2011/ 2012 (30. April) einem schwieriger werdenden Marktumfeld trotzen. Maßgeblich bedingt durch höhere Energie- und Rohstoffkosten sowie einem Anstieg der Personalkosten sank das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 48 Mio. auf 39,5 Mio. Euro. Gleichzeitig konnte das Ergebnis nach Steuern mit 27,2 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau (28,0 Mio. Euro im Jahr 2010/ 2011) gehalten werden.
Die Investitionen wurden im Geschäftsjahr 2011/ 2012 signifikant auf 19,4 Mio. Euro gesteigert und dienten maßgeblich zur Stärkung der internationalen Präsenz. "Wir konnten unsere gute Marktposition behaupten und haben eine stabile Geschäftsentwicklung genommen", erklärte der Vorstandsvorsitzende Dr. Erhard Tellbüscher im Rahmen der Bilanzpressekonferenz in Hannover. "Unsere massiven Investitionen in die globale Präsenz geben uns die Sicherheit, unsere Stabilität auch zukünftig - unabhängig von regionalen Konjunkturschwächen - zu erhalten."
Die Steigerung der Investitionen sollen verdeutlichen, mit welchem Commitment sich Management und Eignerfamilie hinter die Internationalisierungsstrategie der Lenze-Gruppe stellen. In Asien entwickeln sich die Märkte nach wie vor positiv, auch wenn sich das Wachstum verlangsamt. Die Lenze-Gruppe hat über den gezielten Personalaufbau und die intensive Qualifizierung von Applikationsingenieuren und Vertriebsmitarbeitern hinaus auch in den Ausbau des Standorts Shanghai in China investiert - beispielsweise in den Aufbau eines Entwicklungszentrums für Elektromechanik. Auch der Markt in den USA zeigt eine positive Entwicklung. Die Lenze-Gruppe konnte ihre Umsatzerlöse in den USA weiter steigern. Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurde in den Aufbau eines leistungsfähigen Logistikzentrums in Chicago investiert. Damit begibt sich das Unternehmen in das geographische Herz des US-amerikanischen Maschinenbaus und verbessert somit seine Nähe zu den Kunden deutlich. Ebenso ist aktuell auch ein zufriedenstellendes Wachstum in Südamerika zu verzeichnen, wo aktuell die brasilianische Lenze-Gesellschaft in Sao Paulo zu einem Hub für ganz Südamerika ausgebaut wird. In diesem Jahr wurde deshalb auch eine Gesellschaft in Argentinien gegründet. Die gezielten Investitionen schaffen insofern unmittelbar positive Effekte. Weltweit beschäftigt das Unternehmen derzeit 3.136 Mitarbeiter.
Die Vermögenslage der Lenze-Gruppe ist weiterhin durch eine positive Ertrags- und Finanzlage gekennzeichnet. Mit einem Eigenkapital von 249 Mio. Euro gegenüber 225 Mio. Euro erreicht die Eigenkapitalquote trotz Anstiegs der Bilanzsumme um 5 Mio. Euro auf 390 Mio. Euro einen Wert von 64 %. Im Geschäftsjahr 2011/ 2012 wurde ein Brutto-Cashflow vor Steuern von 49 Mio. Euro erwirtschaftet. Der operative Cashflow in Höhe von 34 Mio. Euro hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Nach Einschätzung des Managements verfügt die Lenze-Gruppe damit auch in herausfordernden Marktumfeldern über die notwendigen Handlungsoptionen für Investitionen und Wachstum. "Für unsere sehr solide ausgelegte Finanzpolitik sind wir seit langem bekannt. Es gibt in Deutschland nicht viele Unternehmen, die eine vergleichbare finanzielle Stabilität aufweisen können", betont Dr. Yorck Schmidt, Vorstandsmitglied von Lenze.
Ausblick 2012/2013
Lenze bewertet die aktuelle Geschäftsentwicklung ivor dem Hintergrund der Entwicklung seit 2008. Nach dem unerwartet hohen Umsatzzuwachs von 36 % im Nachkrisenjahr 2010/2011 zeigte das Berichtsjahr 2011/2012 nahezu eine Seitwärtsbewegung. Dieser Trend sei auch im laufenden Geschäftsjahr 2012/13 zu erkennen. Aufgrund der bisherigen Entwicklung (von Mai bis August 2012) geht das Unternehmen weiter von einer Ent-wicklung auf gleichem Niveau wie im vergangenen Geschäftsjahr aus. kf









