Wirtschaft + Unternehmen

Stahl- und Metallverarbeitung: Konjunktur im Oktober stabil

Die Produktion der Stahl- und Metallverarbeiter in Deutschland liegt nach 10 Monaten 13,3% über dem Vorjahresniveau. Im Oktober konnten die Unternehmen ihre Lieferungen auf dem guten Niveau des Vormonats stabilisieren und damit gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,1% verbessern. Dabei lag das Auslandsgeschäft 2,7% über dem Vorjahresmonat, die inländischen Lieferungen bei +6,3%. Die Auftragseingänge liegen aus dem Inland 6,5% über dem Oktober 2010, die Auslandsaufträge sind dagegen um 2,5% rückläufig. Die Vergleichswerte für den Zeitraum Januar bis Oktober liegen sämtlich höher als der Monatsvergleich. Das veranschaulicht die abnehmende Dynamik.

Die Stimmung der Unternehmen ist geprägt durch die hohen Unsicherheiten in den Finanzmärkten und in der Euro-Zone. Dennoch hat sich das Stimmungsbarometer der Branche zuletzt nicht weiter eingetrübt, im Gegenteil: Die Einschätzung der Geschäftslage hat sich im November sogar verbessert und die Erwartungen für die weitere Entwicklung haben sich seit September stabilisiert. Die Unternehmer erwarten offensichtlich keinen konjunkturellen Ein-bruch, sondern allenfalls eine Beruhigung auf hohem Niveau.

Energiepolitik korrigieren

Fakt ist: Für weiteres Wachstum braucht die Wirtschaft verlässliche Rahmenbedingungen. WSM erneuert seine Forderung, die immer weiter steigenden Strompreise für die mittelständische Industrie zu begrenzen. Sie muss wesentlich höhere staatliche Abgaben auf den Strompreis zahlen als ihre internationalen Wettbewerber. Im EU-Ausland und erst recht weltweit gibt es diese Energiekosten-Treiber nur teilweise oder gar nicht. Nur mit einer Entlastung können notwendige Investitionen und eine Fortsetzung des erfreulichen Personalaufbaus erfolgen. In den ersten neun Monaten 2011 haben die Stahl- und Metallverarbeiter 18.900 neue Mitarbeiter eingestellt.

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Auch 2012 Plus erwartet

Für das laufende Jahr ist ein Produktionsplus von 12% zu erwarten. Bei Verlangsamung des Wachstumstempos wird für 2012 eine weitere Expansion von 3 bis 4% prognostiziert. lg

 

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