Wirtschaft + Unternehmen
Licht von unten
Um steigende Variantenvielfalt und ständig sinkende Losgrößen wirtschaftlich fertigen zu können, haben MK Maschinenbau Kitz, Kuka, Cognex, Ass und Aku eine Anlage, bestehend aus Gurtförderer mit Durchleuchteinheit, Bildauswertung und Roboter, entwickelt. Nur Buchstaben zu sortieren, wie der Prototyp es tut, schöpft das Leistungsvermögen der Anlagenkomponenten nicht aus. Mit anderen Gurt- und LED-Farben können beispielsweise lichtempfindliche Produkte sortiert werden. Das Gurtfördersystem GUF-P 2004 kann bis zu einer Breite von zwei Metern und einer Länge von 20 Metern ausgeführt werden. Gesamtlasten bis 200 Kilogramm und Geschwindigkeiten bis 60 Meter pro Minute sind möglich, wobei sich die Fördergeschwindigkeit nach der Schnelligkeit der Bilderkennung der Kamera und der Arbeitsgeschwindigkeit des Roboters richtet. Mit unterschiedlichen Systemvarianten kann daher eine große Bandbreite an Produkten bearbeitet werden. Damit sich die Lichtquelle möglichst nah am zu detektierenden Produkt befindet, wurde die Durchlichteinheit der Anlage zwischen Ober- und Untergurt platziert. Der Vorteil liegt darin, dass man durch die Beleuchtung von unten ein scharfes Bild der Kontur ohne Schattenwirkung erhält. Das Leuchtfeld von 700 mal 800 Millimeter wurde mit weißen LEDs bestückt. Auf der Anlage werden chaotisch zugeführte Kunststoffbuchstaben sortiert. Die dazugehörende 2D-Kamera oberhalb des Gurtförderers ermittelt die Lage der Kunststoffteile und gibt die Informationen an den Roboter weiter. Dieser greift sich die Teile synchron vom Band und positioniert sie dank einer eigenen 3D-Kamera im Greifer zur Weiterverarbeitung. bwHalle 16, Stand A18








