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Sensortechnik steigert Anlagen-Produktivität
Die Verguss-Masse in Netzstecker-Adaptern schützt die Elektronikbauteile und dient gleichzeitig als Kleber für die Verschluss-Kappe. Diese Netz- stecker transformieren den Strom direkt auf 12 Volt. In Asien werden sie von einem internationalen Elektrogeräte-Hersteller bereits seit zwei Jahren vertrieben ¿ daher der Produktionsstandort Shanghai. Von Beginn an war der Dosieranlagenhersteller an der Entwickung der Fertigungseinrichtungen beteiligt.
Am Beispiel dieser Anlagen wird die enorme Entwicklung der Dosiertechnik in den letzten Jahren deutlich. Ursprünglich waren drei Dosieranlagen vorgesehen. Durch die Optimierung der Steuerung, Verlängerung der Spülintervalle und den Einsatz eines neuen Rechners sank die Taktzeit von anfangs 14 Sekunden auf heute neun Sekunden. Ab September erledigen also zwei Anlagen die Arbeit, die vor zwei Jahren nur mit drei solchen Einrichtungen zu bewältigen gewesen wäre.
Um eine gleichmäßige und blasenfreie Befüllung des Steckergehäuses zu gewährleisten wird das zweikomponentige Polyurethanharz in zwei Phasen eingebracht. Zwei Dosierstationen sind dafür im Einsatz. Beide werden von nur einer Steuerung simultan aber unabhängig voneinan- der kontrolliert. Insgesamt 45 Werkstückträger mit je vier Aufnahmen transportieren die Stecker auf einem Umlaufband von Station zu Station. Von Anfang an wurden die Werkstückträger für alle international üblichen Steckerformate ausgelegt, denn die Ausweitung auf den europäischen und den US-Markt war bereits eingeplant.
Dosieranlage Nummer eins ist für die Anfangsfüllung zuständig. Der Wechsel von Stecker zu Stecker auf einem Träger wird durch Verfahren des Bauteilträgers bewerkstelligt. Auch dieser Vorgang ist zentral gesteuert. Auf dem Weg zu Dosieranlage zwei durchlaufen die vier Netzstecker eine Nivellierungsphase, in der sich die Anfangsfüllung zwar setzt aber noch nicht ausreagiert. Die vollständige Füllung überwacht und beendet ein Schwallsensor, denn die Füllmengen sind je nach Modell unterschiedlich. Die Sensorüberwachung stellt sicher, dass das Harz bis knapp unter die Oberkante des Steckers reicht. Ein wichtiger Aspekt, denn so fixiert die Verguss-Masse auch den Deckel, der vor der zwölf Minu- ten dauernden Polymerisation aufgesetzt wird.
Um ganz sicher zu gehen, dass die dosierte Menge konstant bleibt, befindet sich in der Mitte der hufeisenförmigen Gesamtkonstruktion eine Waage. Wechselweise fordert die Steuerung die beiden Anlagen zu Kontrollschüssen auf und prüft das Gewicht.
Intelligenter Einsatz von Sensorik sowie Waage und Schwallsensor sorgen in dieser Anwendung für sichere Prozesse. Auf der anderen Seite bewirken gesenkte Taktzeiten und die Einsparung der separaten Deckelverklebung eine besonders wirtschaftliche Fertigung.
Meinolf Droege








