Nahe am Breakeven trotz Marktdruck
Salzgitter AG reduziert Verlust in 2025
Der Salzgitter AG-Konzern ist im Jahr 2025 nicht gewachsen. Er hat sich durch ein schwieriges Umfeld gearbeitet und ist am Ende zumindest rechnerisch fast dort angekommen, wo er hinwollte: nahe Breakeven.
Die äußeren Umstände ließen wenig Spielraum. Eine anhaltend schwache Nachfrage in wichtigen Abnehmerbranchen traf auf hohe Energiepreise und intensiven internationalen Wettbewerb. Gleichzeitig lagen die Preise für Walzstahlprodukte unter dem Niveau von 2024. Hinzu kamen globale Verwerfungen der Warenströme infolge der US-amerikanischen Handelspolitik. Besonders betroffen: die stahlproduzierenden und -verarbeitenden Gesellschaften.
Dass das Ergebnis vor Steuern am Ende dennoch bei –28 Mio. € liegt, nach –296 Mio. € im Jahr zuvor, ist deshalb keine Selbstverständlichkeit. Es ist das Resultat von Gegenbewegungen im Inneren des Konzerns.
Der Geschäftsbereich Technologie erzielt ein Rekordergebnis. Die Beteiligung an der Aurubis AG liefert erneut einen „sehr erfreulichen Ergebnisbeitrag“. Und das Ergebnisverbesserungsprogramm P28 entfalte Wirkung.
Umsatz spiegelt die Marktlage
Der Umsatz sank auf 9,0 Mrd. €, vor allem wegen niedrigerer Stahlpreise und der Entkonsolidierung der Edelstahlrohrgruppe. Auch das EBITDA ging auf 376 Mio. € zurück. Das Minus nach Steuern betrug 70 Mio. €, die Kapitalrendite (ROCE) 0,7 %. Investitionen im Rahmen des Dekarbonisierungsprogramms "SALCOS" führten zu höheren Nettofinanzschulden von 954 Mio. €.
Für 2026 plant der Konzern rund 9,5 Mrd. € Umsatz. Kernziel sei die Stabilisierung und Effizienzsteigerung in der Produktion.
Vorstandsvorsitzender Gunnar Groebler erklärt: „Angesichts der Marktbedingungen konzentrieren wir uns auf unsere eigene Handlungsfähigkeit. Kostensenkungen, Restrukturierungen und Portfolioanpassungen sichern unsere Wettbewerbsfähigkeit.“
Finanzvorständin Birgit Potrafki ergänzt: „Das Ergebnis 2025 zeigt, dass unsere Maßnahmen greifen. P28, operative Cashflows und gezielte Investitionen stärken die Basis für 2026.“
Was bleibt, ist ein Befund ohne Pathos: Der Markt hilft nicht. Also muss das Unternehmen sich selbst helfen.










