Recycling
Mocom will Standort Gardelegen aufgeben
Mocom plant, den Recyclingstandort Gardelegen im Jahr 2026 aufzugeben. Als Gründe nennt das Unternehmen das aktuelle Marktumfeld, fehlende regulatorische Planungssicherheit und eine geringe Nachfrage nach Rezyklaten.
Mocom beabsichtigt den Recyclingstandort Gardelegen im Verlauf des Jahres 2026 aufzugeben. Ausschlaggebend hierfür sind ein anhaltend schwieriges Marktumfeld, eine nach wie vor fehlende verlässliche EU-Regulatorik für das Kunststoffrecycling sowie eine schwache Nachfrage nach recycelten Kunststoffen.
„Unter den bestehenden Rahmenbedingungen, wie der anhaltend herausfordernden wirtschaftlichen Situation, insbesondere in Deutschland, einer nach wie vor fehlenden verlässlichen EU-Regulatorik und einem anhaltend tiefen Preisniveau für Neuware, sogenannte Prime Ware, ist eine Aufrechterhaltung der Produktion in Gardelegen für uns aktuell und in absehbarer Zukunft wirtschaftlich nicht darstellbar,” erklärt Jens Kaatze, CEO von Mocom. „Wir bedauern dies außerordentlich. Der Standort Gardelegen steht für großes Engagement unserer Mitarbeitenden und für unseren Anspruch, den Geschäftsbereich der eigenen Aufbereitung von Kunststoffabfällen in industriellem Maßstab voranzubringen. Die Erweiterung am Standort in Gardelegen vor zwei Jahren ist ein deutliches Zeichen, dass wir von dem Standort und dem Geschäftsmodell der eigenen Aufbereitung von Kunststoffabfällen überzeugt waren. Die aktuellen Markt- und Rahmenbedingungen lassen jedoch für uns aktuell keine wirtschaftlich tragfähige Perspektive erkennen.“
Mocom beabsichtigt die Produktion am Standort voraussichtlich bis Mitte 2026 in Gardelegen fortzuführen. Die Betreuung bestehender Kunden und laufender Geschäftsbeziehungen soll dabei bis auf Weiteres sichergestellt bleiben. Mit betroffenen Partnern werde das Unternehmen direkten Kontakt aufnehmen, um mögliche Auswirkungen zu besprechen. Mocom misst dem verantwortungsvollen Umgang mit den Mitarbeitenden hohe Bedeutung bei. Die nächsten Schritte über das weitere Vorgehen werden verantwortungsvoll und im konstruktiven Dialog mit den zuständigen Betriebsräten abgestimmt und umgesetzt.
Nachhaltigkeit bleibt strategischer Schwerpunkt
Mocom bekennt sich weiterhin zur Kreislaufwirtschaft. Das Unternehmen verfügt über fundiertes Fachwissen im Bereich von Recycling-Kunststoffen, ECO-Produkten und nachhaltigen Lösungen. „Wir werden nach wie vor einen Schwerpunkt im Bereich der nachhaltigen Compounds (ECO-Compounds) haben. Ob auf Basis zugekaufter Rezyklate, biobasierter oder massebilanzierter Rohstoffe. Hier haben wir eine ausgewiesene Expertise,” so Kaatze.









