zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

Nach herausforderndem Geschäftsjahr:

Andreas Mühlbauer,

Harting blickt optimistisch auf 2025

Die Harting-Technologiegruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von leicht unter 1 Mrd. Euro erwirtschaftet. Mit 940 Mio. Euro lag der Umsatz 9,2 % (währungsbereinigt -7,9 %) unter dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2022/23 in Höhe von 1.036 Milliarden Euro.

Der Vorstandsvorsitzende Philip Harting (3.v.l.) berichtete über die Unternehmenszahlen des vergangenen Geschäftsjahres. Mit dabei: Vorstand und Familie. © Harting

„Damit haben wir uns unter sehr herausfordernden Rahmenbedingungen besser geschlagen als das Marktumfeld und unsere Prognose bestätigt“, erklärte Philip Harting, CEO der Harting Technologiegruppe bei der Jahrespressekonferenz.

Dank der Internationalisierung der Geschäftsfelder von Harting konnte das schwache Inlandsgeschäft etwas ausgeglichen werden. Die Region Americas lag mit 155 Mio. Euro (-3 %) Umsatz fast auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Das gleiche gilt für Asien, wo das Unternehmen einen Umsatz von 240 Mio. Euro (-2 %) erzielte. In der Region EMEA ohne Deutschland ging der Umsatz um 9 % auf
323 Mio. Euro zurück. In Deutschland selbst musste ein deutlicher Umsatzrückgang von 20 % auf 222 Mio. Euro verzeichnet werden.

Internationalisierung als Grundlage für weiteres Wachstum

„Das Investitionsvolumen bei Harting in neue Produkte und Technologien, Automatisierung und Kapazitätsausbau sowie die Digitalisierung liegt mit 69 Mio. Euro noch über dem Vorjahreswert“, erklärte Philip Harting. „Damit treiben wir auch unsere Internationalisierung konsequent voran, die notwendig und der Schlüssel ist für weiteres Wachstum auf dem Weg zum Global Player für Steckverbinder-Kabellösungen. Ganz nach dem Motto: In the region for the region. Denn Deutschland allein bietet keine Wachstumsmöglichkeiten.“ Zu den größeren Investitionen zählen Werkserweiterungen in Polen, Kapazitätserweiterungen in Mexiko und USA sowie die Eröffnung eines neuen R&D Offices in Hanoi/Vietnam in Ergänzung zur im Sommer 2023 aufgenommenen Produktion in Vietnam.

Anzeige

Der Mitte des Jahres angekündigte Aufbau eines globalen Headquarters in der Schweiz ist für das Unternehmen ein weiterer Schritt in der strategischen Weiterentwicklung und Internationalisierung mit dem Ziel, global wettbewerbsfähig und regional schlagkräftig aufgestellt zu sein. In der Schweiz sollen zukünftig überregionale Top-Management-Positionen, welche die globale Steuerung vorantreiben, gebündelt werden. Das neue Headquarter soll seine Funktion zum neuen Geschäftsjahr am 1. Oktober 2025 aufnehmen.

Deutschland bleibt wichtiger Produktions- und Entwicklungsstandort

„Auch wenn das Global Headquarter zukünftig in der Schweiz angesiedelt sein wird, bleiben Espelkamp und Umgebung weiterhin ein zentraler Ankerpunkt für Harting. Die Harting Stiftung & Co. KG hat ihren Sitz weiterhin in Espelkamp. Unsere Projekte, Initiativen und unser regionales Engagement setzen wir fort“, bekräftigte Philip Harting.

Deshalb hat Harting auch im Geschäftsjahr 2023/24 in Deutschland an den wichtigsten Standorten in Espelkamp und Rahden weiter erheblich in die Digitalisierung, Automatisierung und Dekarbonisierung investiert, so für rund 10 Mio. Euro in eine Biogasanlage, um die Produktion in Espelkamp klimaneutral und autark mit Energie zu beliefern.

Als Reaktion auf die globalen wirtschaftlichen und wettbewerblichen Herausforderungen musste Harting in Deutschland im laufenden Jahr die Struktur der administrativen Bereiche überprüfen und neu ausrichten. Der angekündigte Stellenabbau in verschiedenen Bereichen, der rund 100 Stellen in Deutschland und in anderen Ländern umfasst, wird wie angekündigt bis Ende 2025 so sozialverträglich wie möglich und im engen Austausch mit den Arbeitnehmervertretern umgesetzt.

Harting setzt weiter auf Nachhaltigkeit

Nicht nur bei den Connectivity-Produkten, auch im Unternehmen selbst setzt Harting auf Nachhaltigkeit. Bei der Dekarbonisierung hat Harting auf dem Weg zur Klimaneutralität erhebliche Fortschritte erzielt und bereits 2024 die Ziele für 2027 erreicht. Bis dahin will die Unternehmensgruppe den CO2-Ausstoß weltweit um 60 % senken und 2030 Klimaneutralität herstellen. Dazu investierte Harting auch im Geschäftsjahr 2023/24 erneut in die Entwicklung biobasierter, CO2-reduzierter Steckverbinder und die Produktion und Nutzung grüner Energie. „Unser Ziel ist eindeutig: Wir wollen bis 2030 klimaneutral bei Scope 1 und 2 sein“, erklärt Philip Harting.

Umsatzprognose für Geschäftsjahr 2024/25

Das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie ist zuletzt weiter gesunken. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen fielen gegenüber den Vormonaten zurück. Nur 7 % der Unternehmen im Branchenverband ZVEI erwarten mit Blick auf die kommenden 6 Monate anziehende Geschäfte. Die Mehrheit der Unternehmen geht von gleichbleibenden und ein Drittel von rückläufigen Aktivitäten aus.

Angesichts anziehender Auftragseingänge erwartet dagegen die Harting Technologiegruppe für 2025 erneut das Überschreiten der Milliarden-Umsatzmarke und ein Wachstum zwischen 6 und 9 %. „Auch wenn wir uns derzeit in unsicheren Zeiten befinden, schaue ich dennoch optimistisch in die Zukunft“, erklärt Philip Harting. „Die Rahmenbedingungen für unser Geschäft sind aber weiterhin herausfordernd. Wir beobachten deshalb die Marktentwicklungen genau, damit wir gegebenenfalls schnell reagieren können.“

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren