Nach erfolgreicher Sanierung

Deutsche Messe verkleinert Vorstand von vier auf drei Personen

Der Aufsichtsrat der Deutschen Messe AG beschloss in seiner Sitzung am Montag auf dem Messegelände in Hannover, ihren Vorstand von vier auf drei Personen zu verkleinern.

Dr. Wolfram von Fritsch (li) übergibt den Vorsitz der Deutschen Messe an Dr. Jochen Köckler (re).

Dr. Wolfram von Fritsch, derzeit Vorsitzender des Vorstandes, wird mit Ablauf seines Vertrages das Unternehmen verlassen. Er übergibt seine Aufgabe zum 30. Juni 2017 an Dr. Jochen Köckler. Köckler ist seit 2012 Mitglied des Vorstandes der Deutschen Messe und bisher unter anderem verantwortlich für die Hannover Messe.

Zuvor hatte der Vorstand die Ergebnisse des zurückliegenden Jahres präsentiert. Das Unternehmen hat ein Ergebnis von -3,7 Millionen Euro erzielt und damit seine Erwartungen an das Geschäftsjahr 2016 deutlich übertroffen. Geplant war ein Ergebnis von -9,5 Millionen Euro. Im Vergleichsjahr 2014 betrug der Verlust noch 9,6 Millionen Euro. Der Umsatz blieb mit 302,3 Millionen Euro geringfügig hinter der Planung von 304,7 Millionen Euro zurück. Er überstieg aber den Umsatz des Vergleichsjahres 2014 um 21,7 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 7,7 Prozent. Für das Jubiläumsjahr 2017 plant die Deutsche Messe ein Ergebnis von 16,1 Millionen Euro bei einem Umsatz von 352,5 Millionen Euro – dem bisher höchsten der 70-jährigen Unternehmensgeschichte. Von Fritsch betont: „Das Jahr 2018 wird voraussichtlich das erste gerade Jahr seit der Expo 2000, in dem das Unternehmen einen Gewinn verzeichnen wird.“

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„Wir danken Wolfram von Fritsch für die hervorragende Arbeit in den vergangenen Jahren“, so Olaf Lies, Aufsichtsratsvorsitzender und Wirtschaftsminister des Landes Niedersachsen. „Er hat die Leitung der Deutschen Messe in einer schwierigen Phase übernommen, mutige, nicht immer populäre Entscheidungen getroffen und das Unternehmen so zurück auf die Erfolgsspur geführt. Das Unternehmen steht wirtschaftlich wieder auf soliden Füßen und ist ein wichtiger Motor der wirtschaftlichen Entwicklung in Niedersachsen.“

Die 2018 auslaufenden Verträge von Dr. Andreas Gruchow und Oliver Frese wurden für weitere fünf Jahre verlängert.

Ebenfalls auf der Tagesordnung stand die Unternehmensstrategie 2018-2021. Sie bildet die letzte Etappe eines 2009 begonnenen, dreistufigen Sanierungsprogramms. Mit ihr will die Deutsche Messe das im Vergleich zum Marktdurchschnitt hohe Wachstumstempo fortsetzen, die Globalisierung des Unternehmens weiter vorantreiben und die Chancen der Digitalisierung noch stärker nutzen. kp

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