Wirtschaft + Unternehmen

Murrplastic druckt in 15 Minuten den Tagesbedarf

Für den neuen pictor haben die Ingenieure eine speziell anlösende Tinte entwickelt. Produktmanager Werner Tubach: "Anders als gewöhnliche Inkjet-Tinte, die man aus dem Büroalltag kennt, kann die farbstoffbasierte, anlösende Tinte für den pictor die Oberflächenspannung des Trägermaterials Polycarbonat aufbrechen. Die Tintentröpfchen trocknen damit nicht auf dem Material sonder im Material." Vorteil: Damit wird eine deutlich höhere Widerstandsfähigkeit der Schrift erreicht. Die Inkjet-Beschriftung ist folglich auch für das raue industrielle Umfeld geeignet: Die meisten Öle, Reinigungs- und Lösungsmittel können der Beschriftung nichts anhaben. Für Anwendungen, die zusätzlich einen stärkeren UV-Schutz benötigen, kann ein UV-Schutzlack aufgebracht werden.

Schneller mit zwei Schablonen: pictor für widerstandsfähige Etiketten.

Mit dem pictor können heute viele Unternehmen ihren kompletten Tagesbedarf für Kennzeichnungsschilder innerhalb von gerade mal 15 Minuten fertigen. Die Bedienung des pictor ist einfach. Vier Beschriftungsmatten werden auf einer Grundplatte fixiert und innerhalb von 60 Sekunden beschriftet. Auch unterschiedliche Typenschilder können auf einer Grundplatte "gemischt" werden. Beim Zeitvergleich benötigt ein Plotter für dieselbe Ausbringungsmenge ca. 10 bis 15 Minuten, je nach Textmenge. Der pictor ist also - verglichen mit dem Plotter - um den Faktor 10 bis 15 schneller. Der maximale Druckbereich der Grundplatte entspricht dabei DIN A4. Optional werden für den pictor Wechselgrundplatten erhältlich sein. Während der pictor also noch beim Bedrucken einer Grundplatte ist, kann zeitgleich die nächste Platte bestückt werden. Damit lässt sich ein Zeitvorteil gegenüber konventioneller Bestückungen erzielen.

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Die Farbtechnik des pictor basiert auf einem Sieben Farbsystem plus optional einer Gloss Enhancer Cartridge. 190 Düsen pro Farbe sorgen für eine Druckauflösung von 720 dpi. Wichtig auch: für den pictor benötigt man keine eigene "Tintentankstelle". Bei einer Schriftgröße von 24 (in der ACS Software) ergibt sich eine durchschnittliche "Reichweite" von rund 200.000 Zeichen pro Patrone. Anders als bei UV-LED-Druckern müssen leere Tintenpatronen nicht als Sondermüll entsorgt werden. bw

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