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Martin Mechanic: In-Mould-Label haargenau positioniert
Beim In-Mould-Labeling wird eine Kunststofffolie elektrostatisch aufgeladen, so dass sie über das Spritzgießen mit dem Korpus zu einer anspruchsvollen Oberfläche verschmilzt. Mit einer Neuentwicklung von Martin Mechanic läuft schon das Vorbereiten dieses Produktionsvorgangs vollautomatisch ab. Der Roboter der Anlage MSH 241260 wird über Bildverarbeitung gesteuert.
Ist die bedruckte Folienrolle eingespannt, kann der Produktionsvorgang starten. Die bebilderte Folie durchläuft, von einem Elektromotor angetrieben, zunächst die Stanzstation, die bis zu acht Tonnen Kraft entwickelt. Sie schneidet die Folienteile auf Maß zu; in diesem Fall hat sie eine Schneidefläche von 250 mal 450 Millimeter. Damit sich die Folie nicht verziehen kann, steht sie mit Hilfe einer Tänzerrolle immer unter gleicher Spannung.
Optische Kantensteuerung und Druckbilderkennung sichern, dass der Ausschnitt stets mit den geforderten Maßen übereinstimmt. Der Stanzrahmen, also die überschüssige Folie, wird automatisch aufgewickelt. Währenddessen schiebt der bewegliche Arbeitstisch die ausgestanzten Folienteile aus der Stanzstation.
Jetzt nimmt der Greifer des Roboters die Zuschnitte auf und fährt mit ihnen über einen elektrostatischen Generator. Derart aufgeladen können die Folienteile mit den zu bebildernden Gegenständen verschmelzen. Deshalb fährt der Roboter mit den Zuschnitten weiter zum Werkzeug, in das der heiße Kunststoff eingespritzt wird. Das Label ist nun untrennbar mit dem Gegenstand verbunden. Der Roboter holt das fertige Spritzgießteil wieder ab und legt es auf das Kühlband. Der nächste Spritzgießzyklus kann starten.
Die neue Anlage ist über eine Schiebetür und zwei Schwenktüren gut zugänglich. Größte Herausforderung für die Programmierer war die exakte Positionierung der jeweiligen Drucke in der Stanzeinheit, was über die Bildverarbeitung gelöst wurde. bw









