Lineartechnik
„Kein Spielzeug“
SCOPE: Vor wenigen Wochen haben Sie den neuen Lineartechnik-Produktfinder von Item freigeschaltet. Welche Erwartungen verbindet Ihr Unternehmen damit?
Thiel: Nun, unser neuer Produktfinder leistet vor allem eine wertvolle Zeit- ersparnis und erleichtert es dem Anwender, schneller und einfacher die passende Lineartechnik für seine spezifischen Anforderungen auszuwählen. Wir sehen darin eine deutliche Qualitätssteigerung. Dazu muss man wissen: Eine Lineareinheit von Item besteht aus zahlreichen Komponenten, die wiederum in unterschiedlichen Ausführungen vorliegen. Daraus ergeben sich für die Praxis immens viele Kombinationsmöglichkeiten. Genau diese Vielseitigkeit macht den Produktbereich für die industrielle Produktion so variabel und flexibel – aber eben auch sehr komplex. Deshalb hielten wir es für erforderlich, diese Komplexität systematisch und kundenorientiert zu ordnen – das leistet der neue Finder.
SCOPE: Viele Produktfinder im Web glänzen nicht gerade mit Übersichtlichkeit und Verständlichkeit. Welche Methoden setzen Sie denn ein, um Ihr Lineartechnik-Portfolio besser zugänglich zu machen?
Thiel: Unser Produktfinder Lineartechnik liefert so etwas wie einen Avatar. Das müssen Sie sich wie eine Art Stellvertreter-Produkt vorstellen. Mit den Ergebnissen des Finders wird dem Anwender beispielsweise rasch klar, ob eine stabile oder eine besonders flexible Trägerkonstruktion benötigt wird. Der Kunde bekommt eine oder auch mehrere passende Lösungen angezeigt. Die genaue Kombination der notwendigen Komponenten erarbeiten dann anschließend unsere Techniker gemeinsam mit dem Kunden.
SCOPE: Nach welchen Prämissen sind Sie bei der Entwicklung des Onlinefinders vorgegangen?
Thiel: Wir haben uns in erster Linie an den Wünschen unserer Kunden orientiert. In der Regel weiß der Kunde ja zumindest in groben Zügen, was er benötigt. Diesen Ansatz greift der neue Produktfinder auf. Das heißt, schon mit wenigen einfachen Werten leistet der Finder eine Vorauswahl aus dem gesamten Lieferangebot von Item. Dazu reichen bereits Angaben zu Gewicht, Strecke und Geschwindigkeit. Mit maximal sieben Klicks lässt sich ein Auswahlergebnis erzielen, das eine erste sinnvolle Orientierung bietet und die Entscheidungsfindung maßgeblich vorbereitet. Testreihen haben gezeigt, dass der Kunde damit gut zurecht kommt und sich eine Lösung auf diesem Weg schneller erreichen lässt.
SCOPE: Worauf haben Sie bei der Optik besonderen Wert gelegt?
Thiel: Auch bei der optischen Gestaltung lag der Fokus auf Übersichtlichkeit und Benutzerfreundlichkeit. Einerseits wollten wir keine allzu technische Oberfläche schaffen; andererseits aber auch kein Spielzeug. Ich denke, das ist uns gelungen. Auch die Sprache haben wir unseren Kunden angepasst – weniger Item-eigene Fachbegriffe, einfach um besser verstanden zu werden.
SCOPE: Und welchen direkten Vorteil hat Ihr Unternehmen vom neuen Produktfinder?
Thiel: Dank der schnell erreichbaren Entscheidung, kann eine optimal an die spezifischen Anforderungen des Kunden angepasste Lineartechnik jetzt noch früher unser Haus verlassen. Kurze Lieferzeiten sind für uns ja ein ganz zentrales Leistungsmerkmal. Der neuen Produktfinder leistet hierzu einen weiteren Beitrag. Wenn Sie so wollen, stärkt er damit auch unsere Wettbewerbsfähigkeit.








