Wirtschaft + Unternehmen

Kuka Toledo nimmt Karosserieproduktion des Jeep Wrangler wieder auf

Kuka Toledo Production Operations (KTPO), eine Tochtergesellschaft der deutschen Kuka Systems Group, hat die Produktion der Rohkarosserie des Jeep Wrangler im Toledo Supplier Park (Ohio) wieder anlaufen lassen. Chrysler und drei Zulieferer produzieren und montieren dort das legendäre Allrad-Fahrzeug in Form eines "Pay-on-production"-Modells. Die Produktion in den Chrysler Werken in ganz Nordamerika wurde Anfang Mai bis auf unbestimmte Zeit wegen der Umstrukturierung des Konzerns gestoppt. Während des Produktionstopps sanken die Lagerbestände des beliebten Jeep Modells bei den Autohändlern extrem, so dass das Werk in Toledo eines der ersten Chrysler-Werke war, das wieder begann, Fahrzeuge zu produzieren.
Chrysler beantragte den Gläubigerschutz am 30. April diesen Jahres. Die Wiederaufnahme der Produktion bei KTPO erfolgte auch nach der Vereinbarung zwischen Chrysler und Kuka im letzten Monat, wonach noch ausstehende Zahlungen an Kuka für die Produktion in Toledo beglichen werden.

KTPO produziert für Chrysler in Toledo die Rohkarosserie des Wrangler. Im dortigen Supplier Park, bestehend aus drei Zulieferwerken und einem Chrysler Endmontagewerk, werden die Fahrzeuge im Vergleich zu anderen Herstellern und Fabriken in Nordamerika am effizientesten gebaut. Die im renommierten Harbour Report veröffentlichten Ergebnisse der Produktivitätsmessungen bestätigen, dass der Jeep Wrangler in Toledo mit 13,57 Stunden Produktionszeit gebaut wird und damit rund 1,5 Stunden schneller als das nächste bewertete Werk. Kuka Systems als weltweit führender Anbieter von Automationslösungen betreibt das hoch automatisierte Karosserie-Werk in Toledo, in dem rund 245 Kuka Roboter in zwei Schichten ihren Dienst verrichten. Auf der rund 3.500 Quadratmeter großen Produktionsfläche werden 35 Fahrzeugkarosserien pro Stunde bzw. rund 150.000 Einheiten pro Jahr gefertigt.

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