Wirtschaft + Unternehmen

Koch Pac-Tochter in Pirmasens wird als PKM selbstständig

"Das ist die Investition meines Lebens", sagt der neue Inhaber Deniz Cevikalp. Auf der Suche nach einem Engagement wurde der Kurpfälzer in Pirmasens fündig, weil hier offenbar alles passte: die räumliche Nähe zu seinem Wohnsitz, die Branche, in der er seit 1993 im Bereich Verpackungen, Faltschachteln und Displays in unterschiedlichsten Funktionen und Umsatzgrößen - zuletzt verantwortete Cevikalp einen Jahresumsatz von 150 Millionen Euro international und führte 500 Mitarbeiter in fünf Werken - tätig ist, sowie schließlich der Kaufpreis. Die Krise habe gezeigt, wie robust PKM sei, das bis Juni für rund zehn Jahre ein Zweigwerk der Schwarzwälder Koch Pac Systeme war, die ihrerseits seit 2004 zur Uhlmann-Gruppe gehört. Während das Hauptwerk in Pfalzgrafenweiler Maschinen zur Primärverpackung herstellt, also Produkte wie Zahnbürsten, Zündkerzen oder Batterien verpackt, liegt der Schwerpunkt der Pirmasenser auf Sekundär- und Tertiärverpackungen. Entsprechend macht die künftige PKM - unter diesem Kürzel gründete Gustav Stabernack 1996 das Unternehmen in der Pfalz - rund die Hälfte ihres Umsatzes auch künftig mit der Ex-Schwester im Schwarzwald. Gemeinsam werden ganze Verpackungsstraßen geliefert, die mit einem hohen Automatisierungsgrad arbeiten.

Deniz Cevikalp (li) mit einem Mitarbeiter aus dem neuen Unternehmen PKM.

Vom Faltschachtelaufrichter für 60.000 Euro bis zur Komplettanlage für 1,5 und mehr Millionen Euro mit Aufrichter, Grouper, Verschließer und Palettierer reicht das Spektrum. Entsprechend liegen die Durchlaufzeiten für die Unikate aus dem mechatronischen Sondermaschinenbau bei drei bis neun Monaten. Aktuell sind die Auftragsbücher bis Februar gefüllt. Monatlich gehen auf Grund der guten Konjunktur weitere Aufträge für im Schnitt 0,5 Millionen Euro ein. Für das kommende Jahr plant der 42-Jährige mit 46 Mitarbeitern sechs Millionen Euro Umsatz - 1,4 Millionen Euro mehr als im laufenden Vorjahr.

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Bis 2018 will der ehrgeizige Jungunternehmer, der bereits über eine Hallenerweiterung nachdenkt, um die Produktivität zu erhöhen, den Umsatz verdoppeln. Eine Maßnahme hierzu: Im September 2012 sollen zehn gewerbliche Auszubildende eingestellt werden, um das künftige Wachstum abarbeiten zu können - auch das ein ehrgeiziges Unterfangen angesichts der gegenwärtigen Verknappung an Kandidaten. bw

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