Wirtschaft + Unternehmen

Keba übernimmt Delem

Der österreichische Automationsspezialist Keba mit Sitz im österreichischem Linz erwirbt die Mehrheitsanteile an Delem mit Sitz im niederländischen Eindhoven, einem in der Automatisierung von Abkantpressen führenden Unternehmen. Mit dieser Akquisition bauen die Österreicher ihre Kompetenz und Position in der Automatisierung deutlich aus und erschließen ein neues Branchensegment. Der Vertrag wurde am 26. Februar 2013 unterzeichnet.

Das 1976 gegründete Unternehmen Delem B.V. ist nach eigenen Angaben technologisch führend in der Automatisierung von Abkantpressen. "Wir freuen uns, mit Delem ein Unternehmen dazu gewonnen zu haben, das umfangreiche Erfahrung und exzellentes Knowhow in der Automation von Abkantpressen besitzt und auf dessen hervorragende Lösungen weltweit namhafte Maschinenbauer setzen", so Gerhard Luftensteiner, Vorstandsvorsitzender der Keba.

Delem ist weltweit aktiv und hat insbesondere in Asien eine exzellente Marktposition. Der Umsatz betrug im letzten Geschäftsjahr 14,8 Mio. Euro (per 31. 12. 2012). Aktuell beschäftigt das Unternehmen 47 Mitarbeiter.

Die Gründer und Anteilseigner von Delem zogen sich vor einigen Jahren aus dem aktiven Geschäft zurück und übergaben die operative Führung an ein Management-Team. Im Rahmen der nun erfolgten Gesellschafternachfolgeregelung ergab sich für Keba die Möglichkeit, Anteile zu erwerben und neuer Mehrheitseigentümer zu werden. Delem bleibt ein selbständiges Unternehmen innerhalb der Keba-Gruppe, die operative Führung verbleibt beim Management-Team.

Eddie Draaisma, Delem-Geschäftsführer, betont: "Wir sind hocherfreut, mit Keba einen neuen Eigentümer zu haben, der wie wir der Philosophie der Innovation und Kundennähe verschrieben ist und damit die weitere Entwicklung aktiv vorantreiben kann."

"Der Industrieautomationsbereich der Keba weitet durch die Übernahme von Delem seine derzeitigen Branchensegmente Kunststoff, Robotik, Verpackung und mobiles Bedienen / Human Machine Interface um das Segment Blechbearbeitung und baut damit seine Position im Automationsbereich deutlich aus", erläutert Luftensteiner. "Damit setzt Keba konsequent die Internationalisierung durch Expansion und Gründung neuer Tochtergesellschaften fort."

Keba konzentriert sich auf Industrieautomation, Bankund Dienstleistungsautomation und Energieautomation. Der Umsatz per 31.3.2012 betrug 130 Mio. Euro. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz von rund 145 Mio. Euro. Die Gruppe mit Niederlassungen in Europa, USA und Asien beschäftigt aktuell 809 Mitarbeiter. kf

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