Hausmesse bei der Hoffmann Group

Ikea-Konzept für Industriekunden

"Genügend Parkplätze vorhanden" stand in der Einladung. Da ahnten die Hoffmann-Verantwortlichen wohl noch nicht, dass mehr als 10.000 Besucher die Eröffnung des Betriebseinrichtungscenters in Odelzhausen und die dreitägige Hausmesse "World of Tools" der Hoffmann Group miterleben wollten.

Rund 5.000 Besucher kamen in den drei Tagen Hausausstellung in das neue Betriebseinrichtungscenter. (Bild: Stotz)

Doch auf Grund sicherheitstechnischer Vorschriften konnte dann nur rund die Hälfte teilnehmen. Und auch für die reichte das firmeneigene Parkplatzangebot nicht, die bayerische Kleinstadt am Rande der A8 wurde großflächig zugeparkt.

Selbst aus Indonesien und Singapur waren Kunden angereist, insgesamt kamen mehr als 500 aus dem Ausland. Im Rahmen der Veranstaltung präsentierten das Unternehmen sowie rund 80 Lieferanten ihre neuesten Innovationen und Produkte.

Ein umfangreiches Ausstellungsprogramm ergänzte die Veranstaltung, darunter ein Lichtlabor, der Hoffmann-Tool-Truck, Betriebseinrichtungsbeispiele sowie Live-Zerspanungen mit Garant Werkzeugen. Demonstriert wurde auf einer DMG Mori auch das Trochoidale Fräsen (TPC)  für maximale Zerspanungseffizienz.

Der seit rund zwei Monaten amtierende CEO Reinhard Banasch, Nachfolger von Bert Bleicher, konnte die Gäste mit guten Nachrichten begrüßen: "Hoffmann wird 2014 Umsatzmilliardär." In 2013 wurden 970 Millionen Euro Umsatz weltweit erwirtschaftet. Einen guten Anteil an dem Wachstum hat dabei der Bereich Betriebseinrichtungen. "Bei Betriebseinrichtungen sind wir in Deutschland die Nummer 1, in Europa wollen wir es werden. Das neue Betriebseinrichtungscenter in Odelzhausen ist ein großer Schritt dahin."

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Zu den Gästen gehörte auch der ehemalige Siemens-Vorstand Heinrich von Pierer und der bayrische Finanzminister Markus Söder. Gemeinsam mit Reinhard Banasch verpackte Söder das erste Paket für den Versand und eröffnete damit das Betriebseinrichtungscenter offiziell. "Das neue Betriebseinrichtungscenter der Hoffmann Group ist ein Beweis für die Stärke des Mittelstands in Bayern. Es ist beeindrucken zu sehen, mit welcher Leidenschaft, Perfektion und Innovationskraft die Mitarbeiter der Hoffmann Group täglich ihren eigenen Qualitätsanspruch in die Tat umsetzen", so Söder in seinem Grußwort.

Das 30.000 qm große Logistikzentrum mit seinen 39 LKW-Andockstationen verfügt über eine zertifizierte Lieferfähigkeit von größer als 99 Prozent und einen Warenbestand im Wert von rund sieben Mio. Euro. Dank einer ausgeklügelten, SAP-gestützten Logistik liegt die Fehlerquote derzeit bei 0,5 Promille. "Und mit der Einführung einer RFID-Lösung noch in diesem Jahr wird sie weiter sinken", wie Vertriebsgeschäftsführer Bernhard Dressler erklärt.

Innerhalb von drei Jahren hat sich die Hoffmann Group zum führenden Betriebseinrichter hochgearbeitet: zum 01.01.2012 übernahm das bayerische Unternehmen den Hersteller für Betriebseinrichtungen KB Knecht GmbH mit Sitz im baden-württembergischen Reutlingen und stellt seither selbst Betriebseinrichtungen der Eigenmarke Garant her.

Im letzten Jahr gelang es, mehrere große Aufträge an Land zu ziehen, u.a. bei Audi Ungarn über 1 Mio. Euro und bei Airbus Hamburg über 700.000 Euro. "Aber die Abhängigkeit von einzelnen Kunden ist bei uns gering", erläuterte Reinhard Banasch, "der größte Kunde hat einen Anteil kleiner zwei Prozent."

"Geschwindigkeit ist die Erfolgsformel", erläuterte Bernhard Dressler, Geschäftsführer Vertrieb. "Kein anderer Hersteller liefert so schnell wie wir, das ist fast wie bei Ikea. Nur müssen Sie bei uns die Einrichtungen nicht zusammenbauen, sondern die werden Ihnen fertig angeliefert." Die Einrichtungen gibt es als Standard direkt vom Lager (mehr als 2.100 Artikel für Betriebseinrichtungen sind sofort lieferbar) oder werden mit Unterstützung von Hoffmann-Beratern kundenindividuell konfiguriert. "Das sieht dann genau so aus wie eine 3D-Küchenplanung", erklärt Dressler.

In einem eigenen Showroom haben Kunden und Besucher in Odelzhausen die Möglichkeit, sich über die Produktpalette der Hoffmann Group im Bereich der Betriebseinrichtung zu informieren und beraten zu lassen.

Rund 17 Prozent der verkauften Betriebseinrichtungen stammen aus eigener Produktion, Anteil weiter steigend. Derzeit erzielt Hoffmann mit Betriebseinrichtungen rund 12 Prozent des Umsatzes, 42 Prozent werden mit Zerspanungstechnik erzielt, den Rest mit Mess- und Handwerkzeugen.

Und die nächste World of Tools in zwei Jahren ist bereits eingeplant. Dressler: "Das ist ja erst die zweite Veranstaltung dieser Art, und der Erfolg hat uns völlig überrascht. Aber das ist besser als jede Messe." Mal schauen, ob´s dann auch mit den Parkplätzen ausgeht.

Erleben Sie die Eindrücke der World of Tools in unserer Bilderstrecke. hs

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