Wirtschaft + Unternehmen

Gildemeister solide gestartet

Für Gildemeister verlief der Jahresauftakt erwartungsgemäß: Der Auftragseingang betrug 518,7 Mio. Euro; der vergleichbare Vorjahreszeitraum (605,1 Mio.) war durch einige Großaufträge geprägt. Der Umsatz stieg auf 466,1 Mio. Euro (Vorjahr: 451,8 Mio.). Das Ergebnis nach Steuern betrug am 31. März 10,4 Mio. Euro (Vorjahr: 10,3 Mio.).

Der Werkzeugmaschinenhersteller erzielte im ersten Quartal einen Umsatz von 466,1 Mio. Euro und lag damit 14,3 Mio. Euro über dem vergleichbaren Vorjahreswert (451,8 Mio.). Die Inlandsumsätze betrugen 150,9 Mio. Euro, die Auslandsumsätze stiegen um 17% auf 315,2 Mio. Euro. Die Exportquote erhöhte sich auf 68% (Vorjahr: 59%).

Der Auftragseingang betrug im ersten Quartal 518,7 Mio. Euro und lag erwartungsgemäß unter dem Rekordwert des Vorjahres (605,1 Mio. Euro), der durch einige Großaufträge geprägt war. Die Aufträge aus dem Inland lagen bei 163,7 Mio. Euro (Vorjahr: 223,6 Mio.). Sie waren beeinflusst durch die allgemeine Investitionszurückhaltung in Deutschland. Die Auslandsbestellungen betrugen 355,0 Mio. Euro (Vorjahr: 381,5 Mio.). Der Auslandsanteil erhöhte sich auf 68% (Vorjahr: 63%). Der Auftragsbestand betrug am 31. März 2013 im Konzern 1.056,1 Mio. Euro (31.12.2012: 1.003,5 Mio.).

Die Ertragslage des Konzerns verlief im ersten Quartal konstant: Das EBITDA betrug 28,1 Mio. Euro (Vorjahr: 28,6 Mio.), das EBIT belief sich auf 17,0 Mio. Euro (Vorjahr: 18,8 Mio.) und das EBT erreichte 15,1 Mio. Euro (Vorjahr: 15,0 Mio.). Der Konzern weist zum 31. März 2013 ein Ergebnis nach Steuern von 10,4 Mio. Euro (Vorjahr: 10,3 Mio.) aus. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich in den ersten drei Monaten auf 10,6 Mio. Euro (Vorjahreswert: 11,4 Mio.).

Am 31. März 2013 waren 6.548 Mitarbeiter, davon 201 Auszubildende, bei Gildemeister beschäftigt (31.12.2012: 6.496); damit erhöhte sich die Mitarbeiteranzahl um 52. Zum Ende des ersten Quartals arbeiteten 3.755 Mitarbeiter (57%) bei unseren inländischen und 2.793 Mitarbeiter (43%) bei den ausländischen Gesellschaften. Der Personalaufwand betrug 114,3 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 108,8 Mio.). Die Personalquote lag bei 23,0% (Vorjahreszeitraum: 22,3%).

Der Kurs der Aktie betrug zum Jahresanfang 16,38 Euro (02.01.2013) und zum Ende des ersten Quartals 16,39 Euro (28.03.2013). Derzeit notiert die Aktie bei 17,72 Euro (06.05.2013).

Ausblick:

Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen soll sich im Jahr 2013 insgesamt noch leicht positiv entwickeln. Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und das britische Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics gehen in ihrer jüngsten Prognose (Stand: April 2013) nur noch von einem Wachstum des Weltverbrauchs um 2,4% auf 67,9 Mrd. Euro aus. Die Zuwachsrate wurde damit gegenüber der Herbstprognose um mehr als 5 Prozentpunkte nach unten korrigiert (Oktober 2012: +7,6%).

Für das Jahr 2013 plant Gildemeister einen Auftragseingang von rund 2 Mrd. Euro. Aufgrund dieser Erwartungen und basierend auf dem Auftragsbestand soll der Umsatz rund 2 Mrd. Euro betragen. Unter der Annahme, dass die Marktentwicklung gemäß den Erwartungen verläuft, plant Gildemeister, ein EBT von rund 120 Mio. Euro und daraus resultierend einen Jahresüberschuss von rund 82 Mio. Euro zu erzielen. Diese Entwicklungen vorausgesetzt, planen das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividendenzahlung. kf

Anzeige
  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Reconditioning

Vollhartmetall im Kreislauf

Werkzeuge aus Vollhartmetall stehen im Zentrum nachhaltiger Fertigung. Dieser Beitrag zeigt, wie Reconditioning ihre Einsatzzeit verlängert und Recycling am Lebensende einen geschlossenen Rohstoffkreislauf schafft – ohne Einbußen bei Qualität oder...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Retrofit auf der EMO

Neues Leben für alte Maschinen

„Wenn wir über Retrofit sprechen, dann geht es für uns darum, einer Werkzeugmaschine ein zweites Leben einzuhauchen, das genauso lange dauert wie das erste“, betont Ralf Glatzeder, Leiter der Abteilung Reman bei Liebherr-Verzahntechnik in Kempten.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Zulieferer

Innovation für einen starken Mittelstand

Kleine und mittelständische Zulieferer stehen in einem harten nationalen und internationalen Wettbewerb. Die dabei geforderte Flexibilität in der Produktion können diese Unternehmen mit digitalisierten Fertigungs- und Automatisierungslösungen...

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren