Armaturen

Gebäudearmaturenindustrie punktet außerhalb Europas

Für die deutsche Gebäudearmaturenindustrie brachte das Jahr 2017 mit Blick auf den Umsatz keine erneuten Höhenflüge. Die Branche musste sich mit einem schmalen Umsatzzuwachs von nominal 1 Prozent begnügen. Gründe für diese schleppende Entwicklung lagen vor allem in den fehlenden Impulsen aus dem Ausland.

Im ersten Halbjahr 2017 konnten die guten Umsätze im außereuropäischen Ausland den Umsatzrückgang in Europa noch auffangen. Im Gesamtjahr 2017 war dies nicht der Fall. Insgesamt verzeichnet der Auslandsmarkt ein Plus von 1 Prozent. Trotz der guten Rahmenbedingungen eines robusten Arbeitsmarktes, niedriger Zinsen und steigender Einkommen fehlte den deutschen Herstellern von Gebäudearmaturen im Jahr 2017 die Dynamik.

Erfreuliches lässt sich nur von der Produktgruppe der technischen Gebäudearmaturen berichten, deren Umsatz um 5 Prozent wuchs, im Wesentlichen gestützt von einem guten Absatz in Deutschland (plus 6 Prozent) und von den außereuropäischen Märkten. Hier konnte ebenfalls ein Umsatzplus von 5 Prozent verbucht werden. Die Heizungsarmaturenhersteller hatten außerhalb Europas mit starken Umsatzeinbußen zu kämpfen (minus 12 Prozent). Der Umsatz sank um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz der Sanitärarmaturenhersteller stagnierte auf Vorjahresniveau.

2017 stieg der Export deutscher Gebäudearmaturen um 9,6 Prozent auf insgesamt 2,82 Mrd. Euro. Die Liste der Top-10-Absatzländer wurde wie im Vorjahr von Frankreich angeführt. Dank der guten Rahmenbedingungen entwickelten sich dort alle Bereiche des Hochbaus positiv. China folgte auf dem zweiten Platz mit der größten Zuwachsrate von über 40 Prozent. Die USA lagen unverändert zum Vorjahr auf Platz 3, obwohl die Exporte 2017 erneut leicht nachgaben (minus 0,9 Prozent). Die Expansion im Hochbau der USA hat sich seit 2015 verlangsamt. Bereits im ersten Halbjahr war ein stark dynamischer Anstieg der Exporte nach Polen zu erkennen, diese Entwicklung verstetigte sich auch im zweiten Halbjahr 2017 (plus 21,5 Prozent). Die deutsche Wirtschaft gibt Gas, und so wird die rasche Gangart auch 2018 beibehalten werden. Die privaten Konsumausgaben werden wohl weiter steigen. Beim Bau-Boom ist angesichts der günstigen Finanzierungsbedingungen kein Ende in Sicht. am

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