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FWI: Ein weiteres Jahr der konjunkturellen Erholung
Die Umsätze der deutschen Werkzeugindustrie erreichten im Jahr 2010 3,4 Mrd. Euro und lagen mit 25 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert. Das Jahr 2011 erwies sich als eine Fortsetzung des Wachstums mit anhaltender Dynamik. Der Werkzeugumsatz stieg im ersten Halbjahr 2011 um 16,8 Prozent.
Der Fachverband Werkzeugindustrie e. V. (FWI), der alle führenden deutschen Hersteller von Handwerkzeugen und Dübeln sowie Hersteller von Maschinenwerkzeugen zu seinen Mitgliedern zählt, betont, daß die Exporte seit Jahren zu guten Umsatzergebnissen beitrugen und zweistellige Zuwachsraten hier keine Besonderheiten sind. Als Gründe für diese Entwicklung nennt Rainer Langelüddecke, FWI-Geschäftsführer, die hohe Qualität von Werkzeugen made in Germany sowie stetige Investitionen der Firmen in neue Produkte und effiziente interne Abläufe. "Die Firmen haben in der letzten Krise und in der Zeit danach ihre Hausaufgaben gemacht" - so Langelüddecke. Laut der aktuellen Umfrage des FWI blieb der Auslandsmarkt im Jahr 2011 kräftig und die Auslandsnachfrage nach deutschem Werkzeug stieg in der Zeit von Januar bis September 2011 um 7,7 Prozent. Die Inlandsbestellungen legten stärker zu: +15,6 Prozent. Insgesamt jedoch schwächte sich die Dynamik der Auftragseingänge ein wenig ab. Nach den ersten Schätzungen stiegen die Umsätze von Januar bis September 2011 um ca. 13 Prozent. Im Jahr 2010 beschäftigte die deutsche Werkzeugindustrie ca. 27.600 Personen. Im ersten Halbjahr 2011 wuchs die Beschäftigtenzahl um 4 Prozent.
Die Werkzeugexporte lagen im 1. Halbjahr 2011 mit Wert von 1,73 Mrd. Euro 15,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Europa ist der wichtigste Absatzmarkt: 55,7 Prozent der Gesamtausfuhr fließen in die EU- Mitgliedsstaaten - der Export dorthin stieg um 15,6 Prozent. Außerhalb Europas sind die USA das wichtigste Ausfuhrland. Die Exporte in die USA stiegen im gleichen Zeitraum jedoch nur um 1,9 Prozent und der Wert des gelieferten deutschen Werkzeugs stellte einen Anteil von 7,3 Prozent der Gesamtausfuhr dar. Der Exportzuwachs in die asiatischen Länder belief sich auf 24,5 Prozent und hatte einen Anteil von 15,1 Prozent am Gesamtexport.
77,7 Prozent der befragten Verbandsmitglieder beurteilen ihre aktuelle wirtschaftliche Lage mit "befriedigend"; 18,3 Prozent vergaben die Bewertung "günstig". Bis Frühjahr 2012 rechnen 52,7 Prozent der Werkzeughersteller mit einer gleichbleibenden wirtschaftlichen Situation. 43,7 Prozent der befragten Werkzeughersteller befürchten jedoch eine Abschwächung der Konjunktur. Unsicherheiten ergeben sich aus einer allgemein skeptischen Stimmung in den Medien und der Öffentlichkeit, die jedoch mit Blick auf aktuelle Meldungen u. a. aus dem Maschinenbau und dem deutschen Handwerk als wichtige Abnehmer nicht nachvollzogen werden kann. Ein drastischer Einbruch von Bestellungen wie zu Beginn des Abschwungs 2009 ist bislang nicht eingetreten. Das zukünftige Verhalten der Banken bei der weiteren Kreditvergabe an die Werkzeughersteller und ihre Abnehmer wird einen entscheidenden Einfluß auf die weitere Entwicklung haben. Probleme bereiten weiterhin auch die anhaltenden Steigerungen der Kosten für Vormaterial und Energie.
Der Internationalen Eisenwarenmesse kommt im Frühjahr 2012 - wenn mutmaßlich einige derzeit offene politische Entscheidungen u. a. zur Zukunft des Euro getroffen wurden - eine wichtige Rolle als Stimmungstest zu. Positiv sieht der FWI die erstmals parallel stattfindende Weltmesse für Gebraucht-Technik Usetec, deren internationale Besucher auch potentielle Interessenten für Qualitätswerkzeuge sind. lg








