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Europastaatssekretärin Zsuzsa Breier besucht Loewe-Zentrum AdRIA

Im Rahmen ihrer Besuchsreihe "Europa aktiv in Hessen" machte Europastaatssekretärin Dr. Zsuzsa Breier am Dienstag Station in Darmstadt. Dort informierte sie sich über das Loewe-Zentrum "AdRIA - Adaptronik - Research, Innovation, Application", das im Rahmen der "Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz" gefördert wird.

Dr. Breier zeigte sich beeindruckt vom Zentrum und der Auswahl spannender Exponate aus dem Forschungsalltag. Im Mittelpunkt der Präsentation standen die Bereiche Strukturdynamik sowie optische und akustische Messtechnik. Gezeigt wurden unter anderem eine akustische Kamera, Akustik- und Windenergie-Demonstratoren, aktive Streben, ein adaptiver Helmholtz-Resonator sowie ein heterogener Sensorknoten für verteilte Strukturüberwachung.

Im Loewe-Zentrum AdRIA werden die komplementären Einzelkompetenzen, die am Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF, an der Technischen Universität Darmstadt sowie der Hochschule Darmstadt angesiedelt sind, zusammengeführt und weiterentwickelt. Das weltweit einmalige Zentrum für Adaptronik-Forschungsprojekte bietet bis zu 105 Mitarbeitern eine hochmoderne Infrastruktur und Labortechnik der neuesten Generation für adaptronische Systeme, Akustik, Regelungstechnik, Messtechnik und Rapid-Prototyping. Priorität hat hier der beschleunigte Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in adaptronische Produktinnovationen.

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"Das Zentrum ermöglicht mit seinen modernsten Laboren eine nachhaltige Technologieentwicklung auf dem Gebiet der Adaptronik, wobei von der Idee bis zum serienreifen Produkt die gesamte Entwicklungskette abgedeckt werden kann", so Prof. Dr. Thilo Bein, Geschäftsführer des Loewe-Zentrum AdRIA.

Das Zentrum wurde 2008 im Rahmen der Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz Loewe errichtet und mit einem zweistelligen Millionenbetrag zunächst bis Mitte 2011 gefördert. Geleitet wird das Zentrum von Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka, Direktor des Fraunhofer-Institutes für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF, und zugleich Vize-Präsident der TU Darmstadt. Eine Begutachtung des Zentrums durch international ausgewiesene Experten als Teil der Zwischenevaluierung bescheinigte dem Zentrum eine hohe wissenschaftliche und ökonomische Exzellenz. Auf Basis dieser Evaluierung hat das Land Hessen seine Unterstützung um weitere drei Jahre verlängert und fördert es bis Mitte 2014 mit rund 36 Millionen Euro.

Im Rahmen der Bund-Länder Finanzierung sind zusätzlich weitere fünf Millionen Euro aus Loewe-Mitteln in den Aufbau der Forschungsinfrastruktur geflossen. Die Partner des Zentrums konnten weitere 20 Millionen Euro einwerben, davon rund zwei Millionen europäische Fördermittel.

Damit sind das Zentrum und der Standort Darmstadt in Hinblick auf die Entwicklung der Adaptronik weltweit und die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit, wie etwa CO2-Neutralität des Transportsektors und der Städte sowie erneuerbare Energien, hervorragend aufgestellt.

"Die in Darmstadt entwickelte Technologie hat großen Nutzen für die Menschen und für den Wissenschaftsstandort Darmstadt. Diese Spitzenforschung des Fraunhofer-Instituts wäre ohne die Gelder aus Brüssel kaum möglich", so Europastaatssekretärin Dr. Breier abschließend in Darmstadt. kf

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