Wirtschaft + Unternehmen

Europäischer Teil von MAG geht an chinesischen Maschinenbauer

Ende letzten Jahres wurden als Interessenten für das angeschlagene Werkzeugmaschinenkonglomerat MAG noch der japanische Baumaschinen-Hersteller Komatsu sowie der chinesische Werkzeugmaschinenbauer Sinomach genannt. Komatsu scheint aus dem Rennen zu sein, denn die Nachrichtenagentur Reuters meldet nun, dass MAG aufgeteilt und ein Teil an Sinomach, der andere an die französische Fives Group verkauft werde.

Offenbar soll der US-Teil von MAG an den französischen Anlagenbauer Fives Group gehen, während das europäische Geschäft (darunter die früheren WZM-Hersteller Ex-Cell-O, Boehringer und Hüller Hille sowie Witzig & Frank) an den chinesischen Maschinenbauer gehen soll.

Während MAG in Europa vor allem Werkzeugmaschinen für die Autoindustrie fertigt, ist die Schwesterfirma in den USA in erster Linie für die Luftfahrtindustrie tätig.

Spekulationen auf amerikanischen Blogger-Seiten zufolge, hat sich die US-Regierung in den Verkaufsprozess eingeschaltet, um zu verhindern, dass das Aerospace-Geschäft der MAG an einen chinesischen Investor geht.

MAG-Eigentümer Mo Meidar, der vor sieben Jahren aus amerikanischen und deutschen Firmen die MAG geschmiedet hatte, hatte zunehmend das Vertrauen der finanzierenden Banken - darunter Commerzbank und Deutsche Bank - verloren und musste 2011 in Europa die Verantwortung bei MAG an einen Treuhänder der Banken abgeben.

Im Jahr 2011 setzte MAG mit 3.500 Mitarbeitern noch 900 Millionen Euro um, davon 560 Millionen in Europa. Der Gewinn lag bei 105 Millionen Euro. Der europäische Teil schrieb jedoch 2011 Verluste. Laut Wikipedia ist Sinomach mit rund 100.000 Mitarbeitern, etwa 50 Werken und 140 Niederlassungen weltweit der größte Maschinenbauer Chinas. hs

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