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VDMA: Groß- und Schwertransporte werden für Maschinenbauer zum Problem
Maschinen- und Anlagenbauer klagen zunehmend über Transportprobleme. Straßen und Brücken sind vielerorts nicht mehr befahrbar. Für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau mit einer Exportquote von 75 Prozent kann dies sehr schnell die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen. Der VDMA hat eine Umfrage bei seinen Mitgliedsunternehmen zur Verkehrsinfrastruktur durchgeführt, um sich ein Bild über die aktuelle Lage und die Einschätzung der Mitglieder zu verschaffen.
Vor allem VDMA-Mitgliedsunternehmen aus den alten Bundesländern klagen zunehmend über aktuelle Probleme beim Transport ihrer Produkte. Besonders betroffen sind Unternehmen, die in den Länder Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen beheimatet sind. Dagegen kamen aus den neuen Bundesländern keine Klagen. Klar ist, dass gegenwärtig nur die Spitze des Eisberges zu sehen ist, also vor allem Groß- und Schwertransporte betroffen sind.
Die Unternehmen wünschen sich vor allem die Sanierung von Brücken- und Straßen sowie den Ausbau der Nord-Süd und Ost-West-Achsen auf mindestens dreispurige, teilweise vierspurige Fahrbahnen. Ein Viertel der Unternehmen beklagen die größeren Umwege durch Verkehrs- und Gewichtsbeschränkungen auf den Transportstrecken. Zufahrten würden baulich verändert ohne Rücksicht auf die ansässige Industrie. Straßensperrungen würden nicht angekündigt und Alternativstrecken nicht angeboten.
Verkehrs-Brennpunkte müssen bundesweit erfasst und behoben werden
"Drei von vier Maschinen gehen in den Export, da muss der Zugang zu den Hauptverkehrswegen sichergestellt werden", betonte VDMA-Hauptgeschäftsführer Dr. Hannes Hesse. "Brennpunkte müssen endlich bundesweit erfasst werden, damit eklatante Probleme konkret behoben werden können." Auch der bürokratische Genehmigungsprozess von Groß- und Schwertransporten müsse von der Bürokratie "positiv" begleitet werden. "Die Behörden denken zu lange über Alternativrouten nach oder es fehlen die Alternativstrecken für diese Transporte", so Hesse. "Deshalb sollten Schwerlastrouten ausgearbeitet und verlässlich gemacht werden", forderte der VDMA-Hauptgeschäftsführer.
Ein Drittel der befragten Unternehmen klagt konkret über die lange Zeitdauer für die Beantragung und Erteilung der erforderlichen Genehmigungen und Erlaubnisse durch die Behörden. "Die Maschinenbauer wünschen sich von den Bundes- und Landespolitikern mehr Augenmaß und persönliches Engagement für die Infrastruktur", betonte der VDMA-Hauptgeschäftsführer. "Schnelligkeit und Liefertreue sind wichtiger Teil der Gesamtqualität der Lieferung im Maschinenbau. Dafür ist eine leistungsfähige Infrastruktur - auch der Straßen - unerlässlich."
Bedeutung der Verkehrsinfrastruktur wichtig im internationalen Wettbewerb
Für achtzig Prozent der befragten Unternehmen ist die Bedeutung der Verkehrsinfrastruktur besonders wichtig, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu halten. Angesichts der verkehrlichen Infrastruktur in ihrer Region würden fast ein Viertel der Unternehmen nicht noch einmal denselben Standort wählen. kf








