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Energiewende: Anlagenbauer fordern neue Strommarktprodukte

Die Energieanlagenbauer im VDMA trafen sich am vergangenen Freitag zu ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung von VDMA Power Systems bei der Bachmann AG im österreichischen Feldkirch. Wesentliches Thema war erneut die Energiewende.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurden der Vorsitzende des Lenkungsgremiums Motorenanlagen, Karl P. Kiessling, Geschäftsführer von SES Energiesysteme GmbH, Andreas von Bobart, Geschäftsführer GE Wind, und Dr. Martin Schumacher, Vorstand ABB Deutschland, in den Vorstand gewählt.

Wesentliches Thema der Mitgliederversammlung war erneut die Energiewende. "Was wir dringend brauchen, ist ein neues Strommarktdesign", betonte Dr. René Umlauft, Sprecher des Vorstandes der MAN Diesel & Turbo SE und Vorstandsvorsitzender von VDMA Power Systems. "Der Strommarkt muss zukünftig um neue Produkte ergänzt werden, wie zum Beispiel gesicherte Leistung oder auch innovative flexible Kraftwerksfähigkeiten."

Rainer Baake, Direktor bei Agora Energiewende, brachte die Problematik in seinem Gastvortrag auf den Punkt: "Der heutige Strommarkt garantiert keine Versorgungssicherheit. Zur Deckung der Höchstlast brauchen wir ausreichende Kapazitäten, das heißt steuerbare Kraftwerke mit Brennstoffen, Lastmanagement und Speicher. Es muss dringend ein Markt für Versorgungssicherheit geschaffen werden, sonst riskieren wir einen Blackout." Der Politik würde er darum raten, einen verlässlichen Rahmen zu schaffen, damit Investitionen in das Vorhalten von Kraftwerksleistung sich wieder lohnen. "Eine neue Bundesregierung muss nach der Wahl vor allem zwei Dinge realisieren: Zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit einen Kapazitätsmarkt schaffen und das EEG weiterentwickeln, damit die Ausbauziele effizient erreicht werden."

Diskussionsgast Dr. Michael Ritzau, Geschäftsführer der BET, warb ebenfalls für ein neues Strommarktdesign. "Wenn man es marktwirtschaftlich organisieren will, sollte die notwendige gesicherte Leistung über einen Zertifikatemarkt organisiert werden, bei dem die Vertriebe die Nachfrage schaffen." Wichtig für das neue Strommarktdesign 2.0 sei ein umfassender Ansatz von der Betrachtung der gesicherten Leistung über die Weiterentwicklung des Erneuerbaren Energien Gesetz, bis hin zu einem funktionierenden CO2 Markt. "Eine singuläre Betrachtung einzelner Aspekt oder die Schaffung mehrerer unabhängiger Märkte wird nicht zum Ziel führen", betont Thorsten Herdan, Geschäftsführer VDMA Power Systems. "Unerlässlich ist bei einem Strommarktdesign 2.0, wieder das Element von Angebot und Nachfrage in den Mittelpunkt zu rücken. Dazu sind volatile Strompreise unerlässlich", resümiert Herdan. kf

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