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Branche Stahl- und Metallverarbeitung: Kraftvolle Belebung lässt weiter auf sich warten
Globale Wirtschaftskrise, Kreditklemme, zögerliche Warenkreditversicherungen - die Begleitumstände der vergangenen zwölf Monate haben deutliche Spuren in der Jahresbilanz 2009 der deutschen Stahl- und Metallverarbeitung hinterlassen. Die Produktion der rund 5.000 Unternehmen der Branche sank von Januar bis Dezember um 25 Prozent, der Umsatz um 26,5 Prozent, die Auftragseingänge sogar um 28,8 Prozent. Besonders der Export hat im Vergleich zur Entwicklung im Inland gebremst: minus 28,6 Prozent beim Umsatz (Inland: minus 25,4 Prozent) und minus 31,6 Prozent beim Auftragseingang (Inland: minus 27,2 Prozent) - die deutsche Binnenwirtschaft war nicht nur wegen der Konjunkturprogramme deutlich robuster. "2009 war ein extremes Jahr", sagt Andreas Möhlenkamp (Bild), Hauptgeschäftsführer des WSM Wirtschaftsverbands Stahl- und Metallverarbeitung. "Aber unsere Unternehmen haben die Folgen bislang außerordentlich gut abgefedert und sind nun sehr gut gerüstet, um den erwarteten Aufschwung aktiv zu gestalten." Für das Jahr 2010 prognostiziert der WSM ein Produktionsplus von 3 bis 5 Prozent für die Stahl- und Metallverarbeitung.
Das vierte Quartal zeigte aber, dass der sich seit Mitte 2009 abzeichnende Aufwärtstrend noch recht anfällig ist. Im Vergleich zum dritten Quartal stagnierten die einzelnen Entwicklungen bei Produktion (minus 0,1 Prozent), Umsatz (plus 0,5 Prozent) und Auftragseingängen (plus 2,1 Prozent) nahezu. "Das zeigt, dass eine kraftvolle Belebung weiterhin nicht in Sicht ist", sagt Möhlenkamp. Insbesondere die erwartete Stabilisierung der Weltwirtschaft und des Handels stützt aber die WSM-Erwartungen für 2010: "Die Vorzeichen ändern sich. Die Nachteile, die die Exportstärke unserer Unternehmen 2009 nach sich zogen, werden dieses Jahr zu Vorteilen. Deswegen war das vierte Quartal aus unserer Sicht auch lediglich eine Ausnahme."
Sollten sich die Prognosen bestätigen, würde auch der Stellenabbau in der Branche sich weiter in einem engen Rahmen bewegen. Um 6,9 Prozent ist die Zahl der Arbeitsplätze im Jahr 2009 reduziert worden. Möhlenkamp: "Bis zur Jahresmitte sind weitere Anpassungen denkbar. Letztlich entscheiden die Zukunftsaussichten der Unternehmen. Wenn die stimmen und sich stabilisieren, kann 2010 - wenn auch auf bescheidenem Niveau - ein Erfolgsjahr werden."









