Wirtschaft + Unternehmen

„Bekennender Nesthocker“

Stephan Preuß träumte von Kettensägen und führt heute JAT
Familienmensch: Stephan Preuß mit zwei seiner drei Kinder.


Wer oder was hat ihr Interesse an Ihrem gegenwärtigen Tätigkeitsfeld geweckt?
Ich hatte nie Ambitionen, Geschäftsführer zu werden, fühlte mich wohl in der Technik. Aber wenn man sich in einem kleinen aufstrebenden Unternehmen vielseitig interessiert und engagiert, kann einem alles widerfahren. So kam bei mir sprichwörtlich der Appetit erst beim Essen.

Welche technischen Leistungen aus Ihrem Bereich bewundern Sie besonders?
Ich habe nach wie vor ein Mechanikerherz und so bewundere ich all die antiquierten Maschinen, die noch ohne Elektronik auskommen mussten.

Was möchten Sie noch dringend beruflich und/oder privat erreichen?
Beruflich werde ich mein Arbeitsleben lang benötigen, meine jetzige Position immer besser auszufüllen. Privat möchte ich gern mehr Zeit für meine Familie haben.

Drei Dinge, die Ihnen besonders wichtig sind…
Familie, Gesundheit, Beschäftigung.

…und drei, auf die besonders gut verzichten könnten?
Fernsehen, Tageszeitung, Müßiggang.

Je ein Buch, eine CD, ein Film: Welche sind Ihnen besonders wichtig?
Stefan Zweig: „Sternstunden der Menschheit“, Bach-Kantate Nr. 147, die Videosequenzen meiner Hochzeit.

Ein Bild, eine Skulptur, die Ihnen wichtig erscheint oder die Sie kaufen würden?
Da gibt es so eine antike Statue der Aphrodite.

Was lesen Sie derzeit?
Kevin Brooks: „Martyn Pig“.

Was erwartet Sie nach Büroschluss?
Drei ausgelassene Kinder und eine wunderbare Frau.
Welchen Sänger, Musiker, Schauspieler, Performer oder Sportler würden Sie gern live erleben?
Mohammed Ali.

Treiben Sie Sport – welchen?
Klassischer Paartanz, wenn das als Sport durchgeht.

Welche Botschaft haben Sie an Ihre Mitarbeiter?
Arbeit macht dann am meisten Spaß, wenn man sie gut macht.

Ein Zufall spielt Ihnen 5.000 Euro zur freien Verfügung in die Hände. Wie setzen Sie diese ein?
Ich gebe sie brav zu Hause in die Haushaltskasse, was sonst?

Leben Sie gerne dort, wo Sie leben oder können Sie sich auch einen anderen Lebensmittelpunkt vorstellen. Im Ruhestand vielleicht?
Ich bin bekennender Nesthocker.

Welche Fehlentwicklung in Markt, Technik und Gesellschaft finden Sie dringend änderungswürdig?
In Markt und Gesellschaft stört die Gier. Angebot und Nachfrage können sich regulieren. Kommt Spekulation dazu, entsteht Chaos. Technik ist dann schlecht, wenn sie sich gegen den Menschen richtet.

Was wollten Sie machen, als Sie 18 Jahre alt waren?
Da wollte ich mein Leben lang Kettensägen reparieren.

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Ich habe nach wie vor ein Mechanikerherz

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