Werkstoffe
Die hohe Kunst
des galvanischen Verzinkens dünner Rohre besteht darin, die Leitungen komplett mit Muttern und Passscheiben völlig abdruckfrei zu beschichten. Das spielt beispielsweise beim Verzinken von Hydraulik- oder Bremsleitungen eine Rolle. Zu den wenigen Beschichtern, die diese Disziplin beherrschen, gehört die Metallveredlung Lampertheim (MVL). Das Unternehmen setzt sogar noch einen drauf, indem es die abdruckfrei verzinkten Leitungen durch die Behandlung mit einem Spezialöl auch innen korrosionsfrei hält.
Makellos verzinkt, mit den nötigen Verbindungselementen bestückt und durch die Innenbeschichtung für bis zu acht Wochen gegen Korrosion geschützt, gehen die Leitungen und Rohre dann einbaufertig zurück in die Montage des Kunden. Nacharbeiten fallen nicht an. In vielen Fällen sind es Hydraulik- und Bremsleitungen für den Fahrzeug- und Maschinenbau, die auf diese Weise veredelt werden. Aber auch namhafte Hersteller von Meerwasser beständigen Schiffsmotoren setzen auf die hohe Qualität der galvanischen Verzinkung von MVL.
Die abdruckfreie Verzinkung erfolgt bei MVL in zwei Galvano-Vollautomaten. Dabei können es Leitungen mit Durchmessern von 4,0 bis 250 Millimeter sein, die in Lampertheim ihren Korrosionsschutz erhalten. Gerade Rohre lassen sich bis zu einer Länge von 2,50 Meter, gebogene Rohre bis zu einer Länge von bis zu 3,20 Meter behandeln.
Komplizierte Geometrien – etwa solche mit 180°- oder gar 360°-Biegungen (Spiralen!) – werden mitunter auch in der Handgalvanik bearbeitet. ms








