Euromold 2013

Polyamid lasersintern

Schon seit bald drei Jahren fertigt das mittelständische Unternehmen FKM für einen niederländischen Händler mit Hilfe der Lasersinter-Technologie flexible Schutzhüllen für das iPhone. Obgleich als Großserie angelegt, bleibt das Design dabei völlig variabel und lässt sich individuell auf die Vorlieben der Endkunden oder auch an wechselnde Trends anpassen.

Im Mittelpunkt des Fertigungsprozesses von FKM steht das Lasersintern von pulverförmigem Polyamid auf Anlagen des deutschen Herstellers EOS. Allein im vergangenen Jahr lieferte FKM etwa 75.000 Stück dieser elastischen iPhone-Kunststoffschalen aus. Von Beginn an stand dabei nicht nur ein Standarddesign auf dem Programm, sondern eine große Vielzahl ständig wechselnder Farb- und Struktur-Varianten. Wirtschaftlich wird diese Art der variablen Großserien-Produktion durch einen automatisierten Fertigungsprozess rund um das Lasersintern. Da hierbei kein Formwerkzeug benötigt wird, können die Teile zu einem sehr günstigen Preis hergestellt werden. Das Lasersintern ist ein trockenes Verfahren und kommt ohne Stützgeometrien aus. CO2-Laser bauen die Teile schichtweise aus pulverförmigem Material und versintern sie.

Je nach Design wiegen die iPhone-Schalen zwischen 15 und 25 Gramm; ihre Wandstärken variieren zwischen 1,0 und 1,5 Millimeter. FKM stellte sie auf der diesjährigen Euromold in Frankfurt aus. ms

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