Steuerungstechnik
Intelligente Kameras
werden heute in einer Vielzahl von Bildverarbeitungs-Anwendungen zur optischen Qualitätskontrolle eingesetzt. Diese Produkte verarbeiten die großen Datenmengen des Sensors im Gegensatz zu PC-Systemen sofort in der Kamera und geben dem Anwender nur noch die Ergebnisse der Bilddatenanalyse weiter. Aufgrund ihrer einfachen Programmierung beziehungsweise Parametrisierung erleichtern sie dem Anwender den Einstieg in die Welt der Bildverarbeitung.
Eine neue intelligente Kamera bietet Stemmer Imaging, spezialisiert auf industrielle Bildverarbeitung, an: Mit der Hardware-Implementation eines neuronalen Netzwerkes durch spezielle Zisc-Chips wurde eine neue Variante dieser Spezies geschaffen. Anstelle der klassischen Programmierung beziehungsweise Parametrierung genügt bei dieser Kamera das Zeigen von Beispielteilen, um sie an die gewünschte Prüfaufgabe anzupassen. Bewerten, Sortieren, Klassifizieren und Kategorisieren sind die Spezialdisziplinen dieser Kamera. Damit eignet sie sich insbesondere für den Einsatz im Bereich der Holz-, Nahrungsmittel-, Getränke und Keramikindustrie sowie in vielen anderen Bereichen. Die Zicam arbeitet durch ihr Hardware-basiertes neuronales Netzwerk aus 312 Neuronen grundsätzlich anders als traditionelle Bildverarbeitungs-Systeme. Ausgestattet mit Zero Instruction Set Computer (Zisc)-Technologie und der patentierten Multimedia Recognition Engine (Muren) „lernt und denkt“ die Kamera „wie ein Mensch“ mit der Geschwindigkeit eines Computers. Der Weg zu einer fertigen Applikation mit der Kamera ist laut Anbieter einfach und erfordert keinerlei Bildverarbeitungs-Kenntnisse: Der Anwender nimmt einige Beispielbilder auf und definiert darin die auszuwertenden Analysebereiche. Im Anschluss daran startet er den Lernprozess, den die Kamera automatisch durchführt. Ist dieser Prozess abgeschlossen, kann der Anwender die Applikation testen und gegebenenfalls weitere Beispielbilder hinzufügen, falls die Auswertung noch nicht das optimale Ergebnis liefert.sg








