Open Industry 4.0 Alliance
Digitaler Zwilling spielerisch erlebbar
Die Open Industry 4.0 Alliance präsentierte industrie- und technologieübergreifende Implementierungsprojekte für mehr Interoperabilität bei der Umsetzung bestehender und zukünftig geltender gesetzlicher Regularien.
Einer der Hauptschwerpunkte ist weiterhin der Digitale Zwilling. Hierbei geht es vor allem um die Frage, wie sich die Vorbereitung von Industrieunternehmen auf zeitnah in Kraft tretende EU-Regularien – etwa den Digital Product Passport und den Cyber Resilience Act – auf technologischer Ebene gestaltet. Um das Thema Digitaler Zwilling spielerisch erlebbar zu machen, wird die Community-Aktivität und der Wettbewerb "Follow The Digital Twin" mit noch mehr Mitgliedern stattfinden und durch eine Umstellung der genutzten Plattform noch interoperabler. Teilnehmende Organisationen sind Mitgliedsfirmen, Partnerorganisationen sowie Endanwender. Ziel des Wettbewerbs ist es, allen Messebesuchern die Möglichkeit zu geben, sich über das Konzept des Digitalen Zwillings zu informieren, dieses in spielerischer Weise praktisch zu erleben und Bedenken vor einer vermeintlich hohen Komplexität zu zerstreuen. An den Messeständen der Aussteller markieren QR-Codes den Digitalen Zwilling eines Geräts, den Messebesucher scannen können, worauf sich anschließend eine dazugehörige Web-App mit weiteren Informationen öffnet. Teilnehmer, die die Digitalen Zwillinge identifizieren und scannen konnten, nehmen am Stand der Allianz an einer Verlosung teil. Am Stand der Open Industry 4.0 Alliance werden auch Produkte und Lösungen von Mitgliedsunternehmen gezeigt. Ein zweiter Themenschwerpunkt ist der Digital Product Passport (DPP) – eine EU-Initiative im Rahmen der Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR)-Richtlinie. Der DPP wird derzeit durch die europäische Standardisierungsorganisation CEN/CENELC definiert und soll ab 2026 für erste Produktgruppen – etwa Batterien in Elektroautos – verpflichtend werden. Um sich dieser regulatorischen Herausforderung praxisorientiert zu stellen, hat die Open Industry 4.0 Alliance bereits im vergangenen Jahr ein arbeitsgruppenübergreifendes Projekt gestartet, das sich neben der technischen Grundlagenarbeit mit der Frage beschäftigt, wie mit Blick auf die Aufwandsaspekte dieser Regulierung ein produzierendes Unternehmen aus der Not eine Tugend machen kann. Messebesucher erhielten im Rahmen einer praxisnahen Demonstration am Beispiel einer Fahrradproduktion konkrete Einblicke, wie die Ausgestaltung des Produktflusses und des End-to-End-Lifecycle-Managements mit DPP prozessual konkret umsetzbar ist.










