Patente und Erstanmeldungen
Endress+Hauser ehrt seine Erfinder
270 Erstanmeldungen und 456 erteilte Patente konnte die Endress+Hauser-Gruppe im Jahr 2015 verbuchen. Eine neue Bestmarke. Vier von fünf Eingaben wurden aus den Reihen der Mitarbeitenden ans Patentamt weitergereicht. Sie wurden im Rahmen des so genannnten Innovatorentreffens am 11. März in Mulhouse geehrt.
„Wir sind sehr erfreut, dass wir mit 270 Erstanmeldungen und 456 erteilten Patenten die guten Vorjahresergebnisse noch einmal übertreffen konnten“, sagt Angelika Andres, Leiterin von PatServe, der Patentrechtsabteilung von Endress+Hauser. „Die Entwicklung zeigt eine hohe Kontinuität und eine gute Verteilung über all unsere Schüsseltechnologien.“ Zugelegt hat insbesondere der Bereich Analyse, wo sich die strategischen Akquisitionen der letzten Jahre (Analytik Jena, SpectraSensors, Kaiser Optical Systems) bemerkbar machten. Die Anzahl weltweit aktiver Schutzrechte ist derweil auf die Marke von 6.552 geklettert.
Im Durchschnitt werden vier von fünf Eingaben aus den Reihen der Mitarbeitenden von Endress+Hauser ans Patentamt weitergereicht. Mehr als die Hälfte davon hat globale Bedeutung und wird auch in den USA und China patentiert. Nur etwa 30 Prozent aller Patente erreicht – oft nach Jahren – wirtschaftliche Relevanz, doch für das Wachstum der Firmengruppe sind diese von entscheidender Bedeutung. „Unsere Schutzrechte schützen nicht nur eine einzelne Innovation, sondern das Unternehmen insgesamt“, erklärt Michael Ziesemer, COO der Endress+Hauser Gruppe. „Mit einem eigenen breiten Patentportfolio können wir Angriffe von Wettbewerbern viel besser abwehren.“
Zweigstelle in den USA
Vor diesem Hintergrund steht auch die Eröffnung eines Büros von PatServe in Übersee: Am Standort Greenwood/Indiana, wo Endress+Hauser Füllstand-, Durchfluss-, Druck- und Temperaturmesstechnik produziert, sorgen ab 1. April 2016 drei Spezialisten für den Schutz der technischen Innovationen. Auch die Analysetechnik der Endress+Hauser Tochterfirmen SpectraSensors (Houston, Texas) und Kaiser Optical Systems (Ann Arbor, Michigan) sowie von Endress+Hauser Conducta (Anaheim, Kalifornien) soll so vor Nachahmern geschützt werden. Die USA gehören zu den wichtigsten Märkten von Endress+Hauser mit rund 600 Mitarbeitenden in der Produktion und 250 im Vertrieb.

„Wir verstehen die Kunden – das macht uns erfolgreich“
Er ist der erste CEO der Endress+Hauser-Gruppe, der nicht zur Familie gehört, und er trat das überaus erfolgreiche „Erbe“ von Klaus Endress an. Doch auch seine Bilanz nach knapp zwei Jahren kann sich sehen lassen. Im Gespräch mit der SCOPE-Redaktion verrät Matthias Altendorf sein Erfolgsgeheimnis.
Die Würdigung der Erfinderinnen und Erfinder hat beim Mess- und Automatisierungstechnik-Spezialisten Tradition: Mitarbeitende, die an einer Patentanmeldung beteiligt waren, werden jedes Jahr ans so genannte Innovatorentreffen eingeladen. „Damit zeigen wir unseren Erfinderinnen und Erfindern gegenüber die verdiente Wertschätzung“, sagt Michael Ziesemer. Die Ausgabe 2016 fand mit über 300 Beteiligten am 11. März in der Messe in Mulhouse (Frankreich) statt. Wie jedes Jahr wurden in einem feierlichen Rahmen wirtschaftlich besonders bedeutende Patente mit Preisen honoriert. kf









