Cybersecurity

Anomalien in industriellen Netzwerken erkennen

Siemens hat eine Lösung zur Anomalieerkennung in industriellen Netzwerken vorgestellt. Mit Industrial Anomaly Detection lassen sich sicherheitsrelevante Vorfälle wie unerlaubtes Eindringen oder Schadsoftware erkennen und darauf aufbauend Gegenmaßnahmen ergreifen.

Mit Industrial Anomaly Detection lassen sich sicherheitsrelevante Vorfälle wie unerlaubtes Eindringen oder Schadsoftware erkennen und darauf aufbauend Gegenmaßnahmen ergreifen. (Bild: Siemens)

Die Software ist auf einem Industrie-PC (IPC) vorinstalliert und einfach in industrielle Umgebungen zu integrieren. Alternativ wird diese auch auf Netzwerkkomponenten von Siemens, wie der Multiservice-Plattform Ruggedcom RX1500 mit Ruggedcom APE, verfügbar sein. Die Anomalieerkennung ist insbesondere für Unternehmen aus den Branchen Automobilproduktion, Aerospace, Chemie, Pharma, Food and Beverage sowie Wasser/Abwasser geeignet.

Im ersten Schritt schafft Industrial Anomaly Detection Transparenz über die in industriellen Netzwerken eingebundenen Geräte (zum Beispiel Steuerungen, Bediengeräte) und die darauf installierte Software. Auf dieser Basis werden im zweiten Schritt Schwachstellen von Netzwerkgeräten identifiziert, indem die Geräte auf bekannte Sicherheitslücken (Common Vulnerabilities and Exposures/CVE) untersucht werden. Zugleich werden weitere, durch unsichere Konfiguration verursachte Sicherheitslücken erkannt und behoben. Im dritten Schritt lässt sich dann das Kommunikationsverhalten der Geräte kontinuierlich überwachen.

Das System erfasst die Daten passiv und hat damit keinen Einfluss auf die Produktion. Dabei unterstützt es die Produkte aller gängigen Automatisierungshersteller und deren Protokolle. Erkennt die Lösung Abweichungen, die etwa auf unerlaubtes Eindringen oder Fehlkonfigurationen hinweisen, sendet es automatisch eine Alarmmeldung an die Anwender. Je nach Kritikalität können die Vorfälle von Experten vor Ort oder externen Security-Spezialisten gemanagt werden.

Anzeige

Bei der Anomalieerkennung kommt auch künstliche Intelligenz (AI/Artificial Intelligence) zum Einsatz. So erfolgt die Konfiguration des Systems selbstlernend: Dabei analysiert die Lösung den Datenverkehr im Netzwerk automatisch in einer „Anlernphase“, um später Anomalien, die beispielsweise auf das Eindringen oder den Datenklau durch Hacker hinweisen, zu erkennen. Die Industrial Anomaly Detection ist eine wichtige Ergänzung des Industrial- Security-Angebot von Siemens, das auf dem ganzheitlichen Defense-in-Depth-Konzept basiert. as

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

IT/OT Integration Summit 2026

Factory-X in der Praxis

Wie lassen sich Rüstprozesse in hochvarianten Fertigungen effizient automatisieren? Markus Benndorff von soffico zeigt, wie Factory-X, industrielle Datenräume und modulare Architekturen neue Möglichkeiten für flexible Produktionskonzepte schaffen.

mehr...

Praxisforum für die Produktion

IT/OT Integration Summit

Die Digitalisierung der Produktion ist längst kein Zukunftsthema mehr – sie passiert genau dort, wo IT und OT aufeinandertreffen. Doch wie gelingt diese Integration in der Praxis? Genau darauf gibt der IT/OT Integration Summit am 24. Juni 2026 in...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren