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Artikel und Hintergründe zum Thema

Mobiles Robotersystem

Helmo steckt

Mobiles Robotersystem in der Steckermontage. Oft wird über mobile Roboterassistenten diskutiert, in der Praxis sind sie jedoch kaum anzutreffen. Stäubli Electrical Connectors setzt sie bereits mit Erfolg ein und ist von der Flexibilität, die die Assistenten in die Montage bringen, begeistert.

Helmo positioniert sich selbst an seinem Arbeitsplatz und beginnt mit dem Bestücken des Rundtakttisches zur Fertigung von Pneumatikkupplungen.

Stäubli Electrical Connectors zählt zu den weltweit führenden Herstellern von elektrischen Steckverbindern für alle Industriebereiche. Bei der Herstellung seines Produktprogramms setzt das Schweizer Unternehmen auf hybride Montagesysteme, bei denen vollautomatische mit manuellen Arbeitsstationen kombiniert sind. Einziger Wermutstropfen dieser Strategie: Fällt ein Bediener krankheitsbedingt aus, steht die komplette Linie. Zudem sind mannlose Nachtschichten nicht möglich.

Eben für solche Szenarien hat das Unternehmen jetzt eine Lösung: das mobile Robotersystem Helmo von Stäubli Robotics. Einmal angelernt, kann Helmo nahezu jede manuelle Tätigkeit an den Montagelinien übernehmen. Dabei navigiert der Produktionsassistent selbständig zu seinem Arbeitsplatz, verringert seine Geschwindigkeit oder bleibt stehen, wenn ihm menschliche Kollegen zu nahe kommen, um dann seine Fahrt zielgerichtet fortzusetzen.

Das mobile Robotersystem navigiert selbständig zu seinem Arbeitsplatz, verringert seine Geschwindigkeit oder bleibt stehen, wenn ihm Personen zu nahe kommen. © Stäubli

An seinem Arbeitsplatz angekommen, bereitet sich Helmo innerhalb weniger Minuten auf seinen Job vor. Der Roboter positioniert sich selbst auf den Zehntelmillimeter genau, indem er sich über drei auf dem Arbeitsplatz fest installierte Messpunkte einmisst. Anschließend verbindet er sich selbst über eine Multikupplung mit der stationären Energieversorgung für Strom und Pneumatik am Arbeitsplatz und beginnt seine Schicht. Um flexibel agieren zu können, ist Helmo mit einem automatischen Werkzeugwechselsystem von Stäubli Connectors ausgestattet. Ist es heute das Einlegen von Steckergehäusen und Kontaktpins, kann es morgen jeder andere Montageschritt sein, den Helmo bei Bedarf übernimmt. In Allschwil sieht man in ihm weniger den Roboter, sondern mehr den Assistenten, der flexibel dort zur Stelle ist, wo er gerade gebraucht wird.

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Das Ziel dort ist nicht, menschliche Arbeitskräfte durch mobile Roboter zu ersetzen – das würde weder produktionstechnisch noch wirtschaftlich Sinn machen – sondern durch einen flexiblen Springer die Verfügbarkeit von hybriden Montagelinien zu optimieren oder Kapazitätsspitzen abzufangen. Krankheitsbedingte oder sonstige unvorhergesehene Ausfälle menschlicher Arbeitskräfte haben in Allschwil ihren Schrecken verloren. Dank Helmo konnte die Lieferfähigkeit des Unternehmens wesentlich optimiert werden. as


Über Helmo:
Das mobile Robotersystem kann völlig autonom fahren und navigieren, wobei es sein Umfeld permanent über drei integrierte Laserscanner überwacht. Helmo kann entweder Aufgaben vollautomatisiert erledigen oder bei Bedarf dem Menschen kollaborierend zur Seite stehen. Zum Einsatz kommt ein sechsachsiger Standardroboter TX2-90L mit 15 Kilogramm Traglast und 1.200 Millimeter Reichweite. Der Sechsachser hat ein komplexes Safetypaket. Alle Sicherheitsfunktionen sind zertifiziert und erfüllen die strengen Anforderungen der Sicherheitskategorie SIL3-/PLe.

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