Primärkreisverbinder
Kleiner für Leichtbau
Beim Umstieg auf Speisespannungen mit Zehn-Kilohertz-Frequenz bei Roboter-Schweißzangen ist Leichtbau der aktuelle Trend. Die Transformatoren können um deutlich mehr als 50 Prozent kleiner und leichter ausfallen.
Durch intelligente Prozessführung kann auch der Querschnitt der Zuleitungen geringer ausfallen als bisher – die Schlauchpakete können abgespeckt werden. Waren für die herkömmliche Schweißtechnik Stromkabelquerschnitte von 35 Quadratmillimeter notwendig, reichen bei der Zehn-Kilohertz-Technik 16 Millimeter aus. Allerdings ist ein anderer Kabelaufbau nötig, da nun ein merklicher Skin-Effekt auftritt; er sorgt dafür, dass die Stromdichte im Kabel nicht gleichverteilt ist, sondern die Ladungsträger an die Außenseite drängen. Abhilfe schaffen hier spezielle HF-Kabel, deren Gesamtquerschnitt sich auf einzeln voneinander isolierte Stränge aufteilt.
Bei Thema Schlauchpaket empfiehlt sich Multi-Contact: Der Schweizer Steckverbinder-Hersteller bietet einen Primärkreis-Steckverbinder für Roboterpunktschweißzangen an, den Robifix. Diese Bauform hat sich seit 2013 als neuer Quasi-Standard für die Roboterschweißzangen etabliert und gilt somit als „gesetzt“ für Schweißtransformatorenhersteller weltweit. Der neue Robifix-Mini ist kompatibel zur Zehn-Kilohertz-Technik. Der Grundaufbau gleicht dem Robifix, allerdings misst die Mini-Variante im gesteckten Zustand nur noch 140 mal 80 Millimeter und ist um 25 Prozent leichter. Das kommt den Roboter-Herstellern entgegen, die aufgrund der leichteren Werkzeuge kleinere Roboter mit schlankeren Armen einsetzen können. Auch die Hersteller der Schweißzangen begrüßen das schlanke Profil des neuen Steckverbinders, da auf ihren neuen leichten Werkzeugen nur noch wenig Montageplatz im zugänglichen Außenbereich besteht. pb









