Montagezelle
Standardisiert – und doch individuell
Montageplattform DCAM. Als Mobiltelefone noch von Hand zusammengeschraubt wurden, schlug die Geburtsstunde des DCAM – Deprag Compact Assembly Module. Die Arbeitsplattform wurde seither stetig weiterentwickelt. Die Anwender wollten einen Festpreis und kurze Lieferzeiten – der Hersteller antwortete mit Modularisierung.
Die DCAM sei die ideale Arbeitsplattform für Anwendungen, bei denen mehrere Bearbeitungspunkte schnell und präzise erreicht werden müssen – etwa die Schraubmontage. Die Zuführung der zu verschraubenden Werkstücke geschieht dabei wahlweise manuell – per Schiebeschlitten oder Rundschalttisch – oder vollautomatisch mittels Lineartransfersystem. Zur Sicherheitsvorkehrung stehen je nach Anwendung eine Schiebetür oder ein Lichtgitter zur Verfügung. Ausgestattet mit einem der Schraubfunktionsmodule des Herstellers samt Industrie-Einbauschraubern und passenden Schraubenzuführgeräten lässt sich jede Schraubaufgabe mit dem DCAM prozesssicher lösen.
Unterstützt wird der Schraubprozess durch eine benutzerfreundliche Ablaufsteuerung, die den Bediener via Bildschirmanzeige durch den Montageablauf führt. Diese Steuerungstechnik ist weltweit verfügbar und mit 199 Ein- und Ausgängen ausgestattet. Sie ermöglicht das Ansteuern von ein bis drei Achsen sowie verschiedener Kommunikationsmodule. Betriebsstörungen wegen Steuerungsfehlern seien ausgeschlossen, sagt der Hersteller. Er hat die in der Montagezelle verbauten Schraubfunktionsmodule auf optimale Prozesssicherheit ausgerichtet.
Die Montagezelle lässt sich allen Deprag-Schraubwerkzeugen ausstatten. So wird zum Beispiel in Verbindung mit einem EC-Schraubsystem eine lückenlose Prozessdatenerfassung ermöglicht. Neben der Anzeige von Drehmoment- und Drehwinkelwerten können Statusaussagen zu Einschraubtiefe und zum Schraubeinschuss für den Folgetakt gemacht werden. Der integrierte Webserver in der Ablaufsteuerung ASTi40 ermöglicht die Überwachung des Schraubprozesses sowie die Erstellung und Parametrierung von Schraubprogrammen. Innerhalb des Leistungsbereichs der jeweiligen Schraubspindel lassen sich Drehmomente, Winkelstrecken, Drehzahlen, Wartezeiten und Drehrichtung frei programmieren und an die Verschraubungsaufgabe anpassen.
Die benötigten Schrauben zur Montage des Bauteils werden automatisch über einen Schlauch, der mit dem kommunikationsfähigen Schraubenzuführgerät verbunden ist, taktgenau am Schrauber zur Verfügung gestellt. Diese Komponente lässt sich einfach ansteuern und bedienen.
Neben einer sicheren Verschraubung steht für die Auftraggeber auch die Wirtschaftlichkeit der Montageanlage im Fokus. Die Maschinengestelle sind deshalb aus gekanteten Stahlblechen gefertigt und verwindungssteif verschraubt. Die pulverbeschichteten Stahlrahmen sorgen für Stabilität und Haltbarkeit der Plattform. Für die Achsen in der Zelle verwendet Deprag eine Eigenentwicklung: hochwertige Achsmodule aus Linearachsen mit Zahnriemenantrieb. Auf Wunsch wird die Z-Achse mit Kugelumlaufspindel ausgestattet. Diese Ausführung werde den typischen Beanspruchungen der Schraubmontage wie Drehmomentreaktion und Massenbelastungen gerecht. Das Grundgestell ist nach einem Rastersystem erstellt, sodass sich die ergonomische Arbeitshöhe mit wenigen Handgriffen einstellen lässt – das sorgt für Flexibilität am Arbeitsplatz. pb









