Editorial

Branchen verbinden

Zulieferer des Maschinenbaus – das ist ein weites Feld, dem wir uns in diesem Sonderheft widmen. Und ein ebenso unverzichtbares. Denn laut VDMA beschäftigt der Maschinenbau in Deutschland weit über 1,3 Millionen Menschen. Für das Jahr 2017 beliefen sich die Umsätze auf mehr als 220 Milliarden Euro. Damit liegt die Branche an zweiter Stelle hinter dem Fahrzeugbau und ist eines der Aushängeschilder unserer Wirtschaft. Die Stärke des deutschen Maschinenbaus weltweit ist nicht zuletzt einer weit verzweigten und sehr soliden Zulieferindustrie zu verdanken, die sich durch Flexibilität, Zuverlässigkeit und vor allem durch die hohe Qualität ihrer Produkte auszeichnet.

Andreas Mühlbauer, Redakteur

Produkte von A bis Z, von Arbeitskleidung bis Zerspanungswerkzeug – die Zulieferer des Maschinenbaus kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen wie der Textil-, Elektronik-, IT- und Metallbaubranche, aber auch aus dem Dienstleistungsbereich, um nur einige zu nennen. Gerade erst konnten wir auf der Hannover Messe bestaunen, wie der technische Fortschritt in allen Bereichen der Zulieferindustrie rasant Fahrt aufgenommen hat. Die Verzahnung der Industrie wird auch durch diese Entwicklung immer enger, und es entstehen Kooperationen, an die noch vor einigen Jahren niemand gedacht hat. Davon profitieren die Maschinenbauer, die neue Funktionalitäten und durch Vernetzung neue Systemlösungen anbieten können, ebenso wie die Zulieferer selbst, für deren Produkte sich neue Anwendungen und Märkte erschließen. Und nicht zuletzt profitieren der Produzent und der Endkunde von höherer Produktivität, niedrigeren Preisen und kürzeren Lieferzeiten.

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Viele Gründe also, einen näheren Blick auf die Zulieferer zu werfen und die vielfältigen Facetten der unterschiedlichen Branchen zu beleuchten, ohne die die weltweiten Erfolge des deutschen Maschinenbaus nicht möglich wären. Wir berichten von den technischen Neuheiten und aktuellen Entwicklungen, unter anderem aus den Bereichen Automatisierung, Produktion, Montage und Materialfluss, über Verbindungstechnik und Dienstleistungen.

Apropos Neuheiten – aktuelle Entwicklungen gibt es auch bei uns: Sicherlich ist Ihnen aufgefallen, dass die SCOPE ein neues Gewand erhalten hat, ebenso das Sonderheft. Doch es geht nicht ausschließlich um die Optik. Vor allem möchten wir zukünftig noch stärker als bisher Brücken zwischen den unterschiedlichen Branchen Produktion, Automatisierung, Informa-tionstechnologie und Elektronik bauen und diese thematisch verbinden – wie dies auch in der Industrie geschieht. Welches Thema wäre da besser geignet als das der Zulieferindustrie? Nun halten Sie das Sonderheft zum ersten Mal mit neuem Cover und neuem Layout in der Hand, und ich hoffe, dass Sie noch mehr Freude am Lesen haben als bisher.

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