Polymergleitlager auf Kohlefaserwellen im Test
Jedes Gramm im Lager zählt
Versuchsreihen im Testlabor von Igus ermitteln mit dem Tribo-Polymer Iglidur J260 einen Werkstoff, der geringes Gewicht und wenig Verschleiß verspricht. Die Werkstoffkombination in Verbindung mit Carbon eignet sich gut für Gleitlager.
Igus hat über mehrere Monate Testläufe gefahren und ausgewertet. Da Kohlefaserwellen vergleichsweise neu auf dem Markt sind, sahen sich die Materialexperten in Köln einem ergebnisoffenen Experiment gegenüber. Es zeigte sich dabei unter anderem, dass Werkstoffe, die mit Metallwellen perfekt harmonieren, bei Kohlefaserwellen nicht die erste Wahl sein müssen. Der eindeutige Testsieger auf dem Prüfstand in Hinblick auf Verschleiß, Abrieb und Antriebskraft war Iglidur J260. Insgesamt absolvierte das Material über mehr als 200 Stunden Doppelhübe von fünf Millimeter Länge. Es harmoniert damit optimal sowohl mit Kunststoffwellen als auch mit Kohlefaserwellen und garantiert höchste Lebensdauer für das Gleitlager.
Kohlefaser - ein Werkstoff mit Zukunft
Überall dort, wo Massen bewegt werden, sind leichte und gleichzeitig stabile Werkstoffe gesucht, die mit dem Gewicht auch Energie und schließlich Kosten sparen. Kohlefaserwellen sind trotz ihrer Leichtigkeit sehr biegefest und können hohe Geschwindigkeiten - und somit auch mehr Effizienz - erreichen. Die Nachfrage der Industrie hat deshalb die aus Carbon gefertigte Kohlefaser zum Shootingstar unter den Wellenwerkstoffen gemacht. Auch für Igus: Passend zu den Iglidur-Gleitlagern bietet das Unternehmen Kohlefaserwellen in verschiedenen Durchmessern bis 30 Millimeter ab Lager an.
Gute Ergänzung
Wellen aus Kohlefasern benötigen leistungsstarke und beanspruchbare Gleitlager. Der schmiermittel- und wartungsfreie Werkstoff Iglidur J260 hat sich in den Tests als ideale Kombination gezeigt. Er habe ein bemerkenswertes Verschleißverhalten, so Igus, und lässt sich wegen seiner geringen Feuchtigkeitsaufnahme selbst bei nasser oder feuchter Umgebung einsetzen. Mit Kohlefaserwellen als Gegenlaufpartner blieb der Abrieb minimal. Aufgrund dieser Qualitätseigenschaften konnte Iglidur J260 den internen Testvergleich für Gleitlagerwerkstoffe für sich entscheiden. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig es ist, konsequent in die Erforschung neuartiger Werkstoffe zu investieren und diese ausgiebig nicht nur in Standardkonstellationen zu testen. Die Testzyklen zeigen auf, welcher Werkstoff den speziellen Anforderungen im Einsatz gerecht wird. pb








