CE-Kennzeichnung

Risikobeurteilung in die Konstruktion integrieren

Beim Automatisierungsspezialisten Robomotion arbeiten Konstrukteure und Technische Dokumentation bei der Erstellung der Risikobeurteilung eng zusammen. Professionelle Unterstützung erhalten sie dabei von der CE-Spezialsoftware Docufy Machine Safety.

Mit Docufy Machine Safety die Risiken von Maschinen minimieren.

Damit wird die Erstellung der Risikobeurteilung optimal in die Konstruktion einer Anlage integriert. Die mechanischen Konstrukteure sowie die Mitarbeiter in der Elektroplanung fertigen die Risikobeurteilung parallel zur Konstruktion an und pflegen Schritt für Schritt alle relevanten Informationen in das webbasierte System ein. Dieses zeitgleiche Arbeiten bringt viele Vorteile.

Für immer mehr Unternehmen stellt sich die CE-Kennzeichnung und die damit einhergehende Sicherheit ihrer Produkte als Marktzugangsbedingung heraus. Den Herstellern wird dabei bewusst, dass die bisher von ihnen eingesetzten Methoden zur Erstellung von Risikobeurteilungen an ihre Grenzen stoßen: Die Rechtskonformität ist meist ungewiss. Gleichzeitig sind Aufwand und Kosten für die Erstellung der Risikobeurteilungen "Marke Eigenbau" oft zu hoch. Für viele Maschinen- und Anlagenbauer ist das der Anlass, auf eine professionelle Software umzusteigen. So beispielsweise für die Robomotion GmbH aus Leinfelden-Echterdingen, die seit Anfang 2012 die webbasierte Lösung Docufy Machine Safety nutzt, um Risikobeurteilungen zur CE-Kennzeichnung gemäß Maschinenrichtlinie zu erstellen.

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Ende 2011 entschied sich der Entwicklungsdienstleister für Robotertechnik und Automatisierung, bei der Erstellung der Risikobeurteilungen anstelle der bisher eingesetzten selbsterstellten Word- und Excel-Tabellen auf eine professionelle Lösung zu setzen. Neben Kosten- und Zeiteinsparungen waren auch die zunehmenden Anforderungen an Risikobeurteilungen ein Grund für den Umstieg: "Immer mehr Unternehmen achten beim Kauf einer Anlage darauf, ob eine Risikobeurteilung vorliegt. Teilweise wird diese sogar explizit in den Lastenheften verlangt", erläutert Jens Rippel, bei Robomotion verantwortlich für die Technische Dokumentation. "Gerade bei großen Unternehmen ist eine einwandfreie Risikobeurteilung mittlerweile oft Bedingung für die Vergabe eines Auftrages", ergänzt Peter Strobelberger von Docufy. Er unterstützt Robomotion bei der Installation und Einführung von Docufy Machine Safety. Auf diese Spezialsoftware wurde Robomotion auf der Autel Fachmesse der Emil Löffelhardt GmbH aufmerksam. Seit Anfang 2012 setzt der Automatisierungsspezialist Robomotion, der für Kunden aus der Lebensmittel-, Pharma- und Kunststoffindustrie Roboter und Komponenten verschiedener Hersteller in komplette Produktionsanlagen integriert, Docufy Machine Safety ein. In den ersten zwölf Monaten nach dem Umstieg fertigte das Unternehmen insgesamt acht Risikobeurteilungen mit der neuen Lösung an.

Risikobeurteilung wird Teil des Konstruktionsprozesses

Die größte Herausforderung bei der Risikobeurteilung bestand für Robomotion darin, diese von Anfang an in den Konstruktionsprozess zu integrieren. Dies war daher auch eines der Hauptkriterien bei der Auswahl einer professionellen Software. Vor Einführung von Docufy Machine Safety fertigte Jens Rippel die Risikobeurteilungen allein, in der Regel nach Abschluss der Konstruktionsarbeiten, an. Das heißt, er musste diese Schritt für Schritt rekapitulieren und mit Hilfe des jeweiligen Konstrukteurs im Nachhinein mögliche Risiken ermitteln. "Dank Docufy Machine Safety können wir heute die Erstellung der Risikobeurteilung optimal in die Konstruktion einer Anlage integrieren. Die mechanischen Konstrukteure sowie die Mitarbeiter in der Elektroplanung fertigen die Risikobeurteilung parallel zur Konstruktion an und pflegen Schritt für Schritt alle relevanten Informationen in das webbasierte System ein." Derzeit arbeiten neben Rippel noch drei Kollegen aus der Konstruktionsabteilung mit Docufy Machine Safety.

Dieses parallele Arbeiten bringt gleich mehrere Vorteile: Da der Konstruktionsprozess nicht nachträglich wieder aufgerollt werden muss, sinkt der Aufwand sowohl im Bereich Technische Dokumentation als auch bei den Konstrukteuren. Durch die zeitgleiche Risikobeurteilung ist es nun auch besser möglich, Gefahrenquellen sofort zu eliminieren. "Vor allem aber hat der Einsatz von Docufy Machine Safety dazu geführt, dass die Konstrukteure die Risikobeurteilung nicht mehr nur als notwendiges Übel ansehen, sondern dass sie viel bewusster auf mögliche Risiken achten. Früher haben wir bei der Beurteilung der fertigen Konstruktion manchmal Gefahrenquellen gefunden, die dem Konstrukteur anfangs nicht bewusst waren. Seit der Einführung dieser Software ist das Thema Maschinensicherheit viel besser in den Köpfen unserer Konstrukteure verankert", fügt Rippel hinzu.

Weniger Fehler - mehr Sicherheit

"Mit dem vorher von uns eingesetzten Verfahren der Risikobeurteilung mittels Excel und Word war es für uns immer sehr schwierig, die einschlägigen Normen und Richtlinien zu erfüllen", blickt Rippel zurück. Denn bei der Konzeption neuer Anlagen greift Robomotion häufig auf bereits verwendete und bewährte Baugruppen und Komponenten zurück. Deren Risikobeurteilungen wurden früher jeweils von Liste zu Liste weiterkopiert. "Das war nicht nur kompliziert und aufwändig, sondern führte auch häufig zu Fehlern. Da für eine Anlage meist mehrere Excel-Tabellen herangezogen wurden, ging schnell die Übersicht verloren. Oft war unklar, was wann ausgefüllt werden muss. Zudem gab es keine Gewähr, dass auch wirklich alle relevanten Inhalte übernommen wurden", erinnert sich Rippel. Demgegenüber bietet Docufy Machine Safety dem Automatisierungsspezialisten jetzt maximale Rechtskonformität. Einen entscheidenden Beitrag dazu leisten die Kopiervorlagen. "Hat man einmal ein Konzept erstellt, wie man die Sicherheit einer Anlage gewährleisten kann, so wird dieses Prinzip dank der Kopiervorlagen für jede weitere Anlage angewendet." Zudem führt die Software die Nutzer Schritt für Schritt durch den Beurteilungsprozess, so dass auch wirklich alle wichtigen Bestandteile enthalten sind.

Zeitaufwand um die Hälfte reduziert

Dank Docufy Machine Safety ist es Robomotion zudem gelungen, den Aufwand für die Erstellung der Risikobeurteilungen zu senken. "Wir haben den Zeitaufwand dank der Lösung etwa auf die Hälfte reduziert", freut sich Rippel. Diese Zeiteinsparungen entstehen zum einen durch die parallele Erstellung der Risikobeurteilung während des Konstruktionsprozesses. Zum anderen leistet der modulare Aufbau der Software einen entscheidenden Beitrag zur Aufwandsreduktion. Denn Risikobeurteilungen für einzelne Baugruppen können abgespeichert und später wiederverwendet werden. "Außerdem gibt Docufy Machine Safety am Schluss automatisch eine Konformitätserklärung in einem sauberen Layout aus. Wir müssen nicht jedes Mal händisch formatieren - und alle unsere Risikobeurteilungen sehen einheitlich aus." Auch dieser optische Eindruck ist nicht zu unterschätzen. Man traut einem Unternehmen, das eine professionelle Dokumentation zu seinen Anlagen liefert, auch eher eine professionelle Arbeitsweise bei der Konstruktion einer Maschine zu.

Schnittstelle zu Sistema

Weitere Vorteile zieht Robomotion aus der Nutzung der Schnittstelle zu Sistema. Denn Projekte und die entsprechenden Sicherheitsfunktionen werden nun automatisch in Sistema generiert. Das mühsame Suchen in Excel-Tabellen entfällt, denn die Dokumentation eines Projekts wird einfach aus Docufy Machine Safety übernommen. Im Gegenzug importiert die Software die bearbeitete Sistema-Datei inklusive dem erreichten Performance Level für alle steuerungstechnischen Maßnahmen und führt es in der Risikobeurteilung mit auf. "Das alles spart Zeit und reduziert die Fehleranfälligkeit", fasst Rippel zusammen.

Leichter Einstieg, einfache Administration

Robomotion war es darüber hinaus wichtig, dass die Software einfach und ohne großen Schulungsaufwand zu bedienen ist. Bevor sich das Unternehmen für Docufy Machine Safety entschied, nutzte es daher die Möglichkeit, die Software 60 Tage kostenlos und unverbindlich zu testen. "Wir konnten die Software sofort, ohne Schulung oder umfangreiche Einarbeitung nutzen - was besonders für unsere Konstrukteure sehr wichtig war. Das Programm ist nahezu selbsterklärend und leitet den Nutzer schrittweise durch den Risikobeurteilungs-Prozess", erinnert sich Rippel. "Bei Fragen haben wir uns an den Support von Docufy gewandt, der sehr zügig und kompetent geholfen hat."

Ein wichtiges Auswahlkriterium war außerdem die einfache Installation im Haus und die Integration der Software in die vorhandene IT. "Da kam es uns sehr entgegen, dass Docufy Machine Safety eine Webapplikation ist, bei der sich unsere Mitarbeiter ohne größeren administrativen Aufwand einfach einloggen können." Ende 2012 entschied sich Robomotion, eine zweite Lizenz zu erwerben. "Dadurch, dass die Lösung jetzt auch von den Konstrukteuren genutzt wird und ich selbst einen Großteil meiner Arbeitszeit auf die Technische Dokumentation verwende, war die zweite Lizenz nötig geworden. Denn nun ist es möglich, dass mehrere Mitarbeiter und auch zwei gleichzeitig mit Docufy Machine Safety arbeiten - Konstruktion und Risikobeurteilung können nun problemlos parallel erfolgen." kf

Der Anwender

Robomotion ist ein Entwicklungsdienstleister für Robotertechnik und Automatisierung. Die 17 Mitarbeiter des Unternehmens aus Leinfelden-Echterdingen konzipieren Produktionsanlagen nach individuellen Kundenbedürfnissen und integrieren Roboter und Komponenten verschiedener Hersteller wie ABB oder Kuka in komplette Anlagen. Der Fokus liegt dabei auf der Lebensmittel-, Pharma- und Kunststoffindustrie. Zu den Kunden zählen namhafte Unternehmen wie Unilever Deutschland, Multivac und Roto Frank.

Das Programm

Docufy Machine Safety ist eine Webanwendung, die modulare Risikobeurteilungen zur CE-Kennzeichnung gemäß der Maschinenrichtlinie ermöglicht. Die Lösung unterstützt den gesamten Prozess der Risikobeurteilung, so dass diese einfach und in kurzer Zeit erstellt werden kann. Mittlerweile fertigen mehr als 400 Anwender ihre Risikobeurteilungen mit Docufy Machine Safety an.

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