KI + Datenanalyse
Erweiterter Horizont
Business Intelligence hat sich in den letzten Jahren zu einer klassischen IT-Disziplin für die Unternehmenssteuerung entwickelt. Ganz gleich, ob Finanzwesen, Vertrieb, Risikokontrolle oder Kundenmanagement – strategisch-analytische Lösungen kommen in sämtlichen Fachbereichen einzeln und im Verbund zum Einsatz. Das Erfolgsrezept: Business Intelligence veredelt und analysiert Daten aus operativen Systemen wie ERP, die in ihrer Rohform wenig aussagekräftig sind. So entstehen Berichte und Entscheidungsvorlagen, die ein genaues Bild der aktuellen Situation von Unternehmen und in den unterschiedlichsten Perspektiven abliefern.
Der Blickwinkel der klassischen Business Intelligence richtet sich dabei in erster Linie auf die Vergangenheit. Dennoch lassen sich auch damit durchaus einfache Muster und Strukturen in Unternehmensdaten erkennen, die Rückschlüsse auf künftige Entwicklungen zulassen. Dafür werden zum Beispiel Verfahren wie Trendanalysen eingesetzt. Sie zeigen durch Entwicklungsfortschreibung (Extrapolation) auf, wie sich vorhandene Muster in der Zukunft fortsetzen könnten, und geben damit eine Vorstellung vom kommenden Geschäft.
Vom Rückblick zur Vorschau
An dieser Stelle geht Business Analytics einen entscheidenden Schritt voran. Moderne Analysemethoden erweitern die Zukunftsperspektive sowohl qualitativ als auch in ihrer Reichweite. Fortgeschrittene statistische Prognosemodelle können etwa für die Einschätzung zukünftiger Entwicklungen neben einfachen Trends auch Saisonalitäten, Verzögerungseffekte, verschiedene Einflussfaktoren sowie deren Wechselwirkungen berücksichtigen. Business Analytics deckt zudem verborgene Ursache-Wirkungs-Beziehungen in Unternehmensprozessen auf. So lassen sich Leistungstreiber, Schwachstellen und Potenziale erkennen, die in den „nackten“ Rohdaten unauffällig bleiben. Integrierte Prognose-Instrumente machen es möglich, nicht nur künftige Entwicklungen verlässlich und nachvollziehbar vorherzusagen, sondern auch die Folgen bestimmter Entscheidungen zu simulieren. Entscheidungsträger können so unterschiedliche Alternativen durchspielen und auf ihre Konsequenzen hin untersuchen.
Dabei zeigt eine Business-Analytics-Lösung, wie sie zum Beispiel der Softwarehersteller SAS anbietet, nicht nur, welche Auswirkungen eine Entscheidung für einen bestimmten Fachbereich hat. Sie macht auch deutlich, wie sich eine Weichenstellung auf das gesamte Unternehmen auswirkt. Für die Fachabteilungen und besonders für Vorstand und Management heißt das: Entscheidungen nicht mit Scheuklappen auf Fach- oder Bereichsebene treffen, sondern immer mit dem Blick auf dem Gesamtunternehmenserfolg und der übergreifenden Strategie. Business Analytics erweitert den Entscheidungs- und Planungshorizont von Unternehmen damit ganz erheblich.
Komplexe Datenanalysen einfach bedienen
In der Vergangenheit waren annähernd tiefe Analysen, wenn überhaupt, nur mit Unterstützung von ausgewiesenen Statistikexperten und der IT-Abteilung möglich. Gute Business-Analytics-Lösungen sind hingegen auch von Anwendern ohne spezielle IT- oder Statistikkenntnisse zu nutzen. Fachabteilungen und Management können damit auch sehr komplexe Datenanalysen völlig selbstständig durchführen. So ist beispielsweise die nach außen hin sichtbare Benutzeroberfläche eines mit SAS aufgebauten Business-Analytics-Systems intuitiv und mit minimalem Schulungsaufwand von jedermann zu bedienen. Die Komplexität der dahinter liegenden statistischen Verfahren – von Data Mining über neuronale Netze bis hin zu Entscheidungsbäumen – bleibt für den Nutzer unsichtbar. Aber er erlebt sie in Form außergewöhnlich genauer und strategisch wertvoller Ergebnisse.
Fazit
Business Analytics ist aus gutem Grund derzeit einer der heißesten IT-Trends überhaupt. Unternehmen können damit sehr genau erkennen, welche Herausforderungen künftig auf sie zukommen und an welchen Stellschrauben sie wie drehen müssen, um sich optimal darauf einzustellen. Gerade in wirtschaftlich bewegten Zeiten bringen solche Navigations- und Steuerungssysteme spürbare Wettbewerbsvorteile. Das haben immer mehr Unternehmen auch erkannt – und so steigt die Nachfrage nach solchen Lösungen spürbar an. Kein Wunder, dass sich mittlerweile viele Softwareanbieter auf dem Business-Analytics-Markt tummeln – allerdings oft mit Lösungen, die nicht zu Ende gedacht sind und die notwendige analytische Tiefe vermissen lassen. Unternehmen sind deshalb gut beraten, die Analytics-Funktionalitäten der infrage kommenden Systeme genau unter die Lupe zu nehmen und sich vom Anbieter erläutern zu lassen.
Gleichzeitig ist wie bei einer klassischen BI-Lösung, auch hier auf die Aspekte Datenqualität und Datenmanagement sowie den zu erwartenden Einrichtungs- und Schulungsaufwand zu achten. Und selbst wenn geplant ist, eine Lösung im ersten Schritt lediglich für einen Teilbereich einzusetzen, so sollte es doch möglich sein, sie bei Bedarf auf das gesamte Unternehmen und sämtliche Abteilungen und Bereiche auszudehnen. Insofern sind Integrierbarkeit, Durchgängigkeit und Funktionsvielfalt bei der Entscheidung für die richtige Lösung ebenfalls von größter Bedeutung. -sg-
SAS Deutschland GmbH, Heidelberg Tel. 06221/415-0, http://www.sas.com








