Instandhaltung

Prägen statt Gravieren

Das geht schneller, fast ohne Werkzeugverschleiß, mit minimalem Flächendruck und funktioniert auf vielen Fräs-, Dreh- und Graviermaschinen – auch mit Abstandsausgleich bei gekrümmten Flächen und mit Kühlung durch Luft oder Kühlschmiermittel. Der Beschriftungskopf, der mit dem üblichen Werkzeugwechsler der Maschine eingesetzt wird, ist ein Punktierpräge-Werkzeug. Mit Ausnahme der stillstehenden Werkzeugspindel entspricht der Bewegungsablauf demjenigen des Gravierens, die gewünschte Beschriftungskontur wird von den Maschinenachsen abgefahren. Das funktioniert bei praktisch allen Materialien, wie zum Beispiel bei Aluminium, Buntmetallen, Werkzeug- und Edelstählen in verschiedensten Legierungen, wie auch gehärteten Werkstoffen bis 62 HRC.

Im Gegensatz zum Gravieren fin- det beim Punktierprägen kein Materialabtrag statt – sondern eine feine, punktuelle Materialverdichtung, hervorgerufen durch die vertikale Schwingbewegung der Beschriftungsnadel. Alle Funktionselemente der Impulssteuerung sind im Beschriftungskopf integriert. Sobald die Kühlung eingeschaltet wird, beginnt die Nadel mit einer Frequenz von rund 300 Hertz pro Sekunde zu schwingen. Aufgrund der hohen Schwingfrequenz werden die einzelnen Markierungspunkte so nahe aneinander gereiht, dass diese nicht mehr einzeln erkennbar sind und somit eine durchgezogene, vertiefte Linie entsteht.dc

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