Industriekommunikation

Leistungsschub fürs Rechenzentrum

Über drei Jahre intensive Zusammenarbeit mit Kunden und 1,5 Milliarden Dollar Entwicklungsaufwand stecken nach Angaben von IBM im neuen Großrechner ZEnterprise-Mainframe. Neben höherer Leistungsfähigkeit und besserer Energieeffizienz soll vor allem eine neue Systemarchitektur Vorteile bringen, mit der sich Anwendungen in verschiedenen Umgebungen gemeinsam managen lassen – auf bis zu 100.000 virtualisierten Servern.
Großrechner mit Potenzial: Mit IBMs neuem ZEnterprise-Großrechner sollen verschiedenste Anwendungen besser miteinander kommunizieren können – bei einfacherem System-Management. (Bilder: IBM)

Eine neue Systemarchitektur soll künftig IBMs neuen ZEnterprise-Großrechner mit neuer Hard- und Software kombinieren. Über die BladeCenter-Extension und den Unified Ressource Manager könne man dann Ressourcen für System-z-, Power- und x86-Umgebungen gemeinsam verwalten, betonen die Entwickler. Über 1,5 Milliarden US-Dollar hat das Unternehmen in die Entwicklung investiert und mehr als drei Jahre lang intensiv mit Kunden aus der ganzen Welt zusammengearbeitet. Maßgebliche Komponenten des neuen Systems wurden in Böblingen mitentwickelt. „Mit dem jetzt vorgestellten Hochleistungssystem ist uns ein bedeutender Technologiesprung gelungen“, sagt Ralf Fischer, VP Hardware Development, IBM Deutschland Research & Development GmbH. „Der Unified Resource Manager ist eine technische Revolution, der bei uns im deutschen Forschungs- und Entwicklungszentrum entwickelt wurde.“ Das Team mit über 500 Hardware- und Software-Experten hat darüber hinaus die wichtigsten Komponenten des Gesamtsystems mitentwickelt, wie den Prozessor, die Support-Chips, die Multichip-Module und die Leiterkarten. Auch die erste Anwendung der Blade-Extensions zur Datenbank-Abfrage-Beschleunigung stammt aus Böblingen.

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Mit dem ZEnterprise-System will IBM eines der drängendsten Probleme in Rechenzentren von Unternehmen angehen: das Nebeneinander unterschiedlicher Technologien, die nach und nach angeschafft wurden, um bestimmte Anwendungen zu betreiben. Diese arbeiten in Silos und sind oft unfähig, miteinander zu kommunizieren. Für ihre Verwaltung sind jeweils eigene Fachkräfte und eigene Software-Tools nötig. Da Kosten und Komplexität steigen und da gleichzeitig die Vernetzung zunimmt, sind hier bessere Lösungen gefragt. Mit dem neuen System lassen sich nun Mainframe-, Power7- und x86-Anwendungen in ein einziges System integrieren und managen – und damit die Vorteile des Großrechners wie einfache Verwaltung, sehr hohe Zuverlässigkeit und Sicherheit auch für Aufgaben nutzen, die bislang auf besonderen IBM-Power- oder System-x-Blade-Servern betrieben werden. IBM gibt an, dass dadurch die Gesamtkosten (TCO – Total Cost of Ownership) um bis zu 60 Prozent sinken.

Unified Resource Manager

Die neue IBM-Systems-Software Unified Resource Manager ist nach Angaben des Unternehmens die erste Firmware – also hardwarenahe Software, die die Integration der Hardware ermöglicht – ihrer Art. Sie integriert Ressourcen verschiedener Plattformen als ein einziges virtualisiertes System und bietet einen einheitlichen Managementansatz. Über 100.000 virtualisierte Server sollen als ein einziges gemeinsames System auf einem komplett konfigurierten Cluster von ZEnterprise-Systemen verwaltet werden können. -co-

IBM Deutschland GmbH, Ehningen Tel. 07034/15-0, http://www.ibm.com/systems

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