Fördertechnik
Lecks akustisch orten
Zur vorbeugenden Instandhaltung von oszillierenden Verdrängerpumpen wurde ein neues akustisches Diagnosesystem entwickelt. Es überwacht kontinuierlich den Pumpenzustand und entdeckt bereits kleinste Leckagen an Pumpenventilen. Das neue System besteht aus einem Akustik-Sensor, der an die Pumpe montiert wird, und einem Diagnosegerät, das mit einem bis zu zwanzig Meter langen Kabel mit dem Sensor verbunden ist. Über die online ermittelte Leckage lässt sich schon ein Leckageverlust von zwei Prozent erkennen, der Wirkungsgrad der Pumpe bestimmen und somit ein ungeplanter Anlagenstillstand verhindern. Die Messergebnisse werden online am Diagnosegerät dargestellt oder über Profibus in die Leitwarte übertragen und dort ausgewertet. Oszillierende Verdrängerpumpen werden im Bergbau, der Chemie sowie der Petrochemie und der Abwassertechnik eingesetzt – unter anderem für mit Feststoff belastete Flüssigkeiten. Das Diagnosegerät in Schutzart IP65 lässt sich von minus 20 bis plus 60 Grad Celsius betreiben, der Sensor in IP66/68 von minus 40 bis plus 110 Grad. Der im Ultraschall-Bereich arbeitende Akustiksensor erkennt die Kavitation, die vom Körperschall an der Leckagestelle erzeugt wird und ist damit zuverlässiger als die bisherigen Verfahren.st









