Fördertechnik
Durch kurze Taktzeiten
von 20 bis 25 Sekunden, den möglichen Doppelwerkzeugbetrieb und durch niedrige Werkstoffkosten ist der sogenannte Langfaser-Thermoplast-Direktprozess (LFT-D) gekennzeichnet, den Dieffenbacher entwickelt hat. Das besondere Verfahren zur Umformung von faserverstärkten Kunststoffen erweitert die Anwendungsmöglichkeiten dieser Technik schwerpunktmäßig im Automobilbau. Bei seinen schnellen Hochgenauigkeitspressen für Karosseriebauteile hat der Hersteller die Prozessregelung modifiziert. Doch der Reihe nach...
Das LFT-D-Verfahren kommt vor allem beim Herstellen von Leichtbauteilen für strukturelle und semi-strukturelle Anwendungen zum Einsatz. Unser Bild zeigt mit einem Frontend-Montageträger ein Beispiel. Daneben lassen sich auf diese Weise Sichtbauteile produzieren: Oft werden dazu Fertigfolien für Bauteile mit Class-A-Oberflächen hinterpresst, aber es sind auch Sichtteile mit strukturierter Oberfläche möglich, ohne dass dazu eine weitere Beschichtung nötig wäre. Zudem können mit LFT-D Unterbodenabdeckungen in Leichtbauweise mit Materialdicken unter 1,5 Millimeter entstehen, wobei dennoch hohe Schlagzähigkeiten gewahrt bleiben – was ja für diese Anwendung besonders wichtig ist!
Bei Karosseriebauteilen, die ebenfalls Class-A-Oberflächen haben müssen, hat die SMC-Teilefertigung ihre Domäne. Die dafür geeigneten präzisen Pressen der Eppinger mit der integrierten und nun veränderten Prozessregelung unterstützen nun engere Toleranzfelder im Rahmen einer Teilefertigung mit hoher Reproduktionsgenauigkeit. Besondere Bahnsteuerungen verhindern Harzmattenverlauf, Wickeleinhausungen vermindern Styrolverluste und begrenzen Randbeschnitte an den SMC-Coils. Durch die hohe Prozesssicherheit sind kaum noch Nacharbeiten an den Oberflächen notwendig. Daneben machen CNC-gesteuerte Wegesysteme Zuschnitte möglich, die der Bauteilgeometrie weitgehend angepasst sind und enge Gewichtstoleranzen aufweisen.rm








