Fördertechnik
Spiralförderung
Die Materialbewegung einer Förderschnecke entsteht durch die Drehung der Spirale um die eigene Achse. Das bewirkt in einem Trog oder Rohr eine stetige Fortbewegung der Ware, was auch schon die alten Griechen um Archimedes wussten. Ein großer Vorteil der Maschinen ist die Zuverlässigkeit, da für eine einfache Föderung nur ein bewegliches Bauteil benötigt wird. Es gibt viele Anwendungsmöglichkeiten zum Transport des pulverförmigern, haftenden, feuchten oder fasrigen Guts, wobei die Fördermengen von Kleinstanteilen für Dosieraufgaben bis über 50 Tonnen pro Stunde reichen und es dabei Strecken von 0,1 bis über 30 Meter zurücklegt.
Die Einbaulagen sind vielfältiger als es im ersten Moment den Anschein hat. Sie gehen von waagrecht bis 45 Grad und von Steil- bis zur Senkrechtförderung. Auch die Hygiene kommt nicht zu kurz, da mit den richtigen baulichen Maßnahmen ein sauberer und staubdichter Transport in geschlossenen Systemen möglich ist. Dabei können die Produktzu- und -abgänge mehrfach über die gesamte Förderstrecke verteilt sein.
Art der Steigung
Durch eine spezielle Auslegung der Schnecke sind mischende, knetende, austragende, temperierende und zuordnende Wirkungen möglich. Eine volumetrische oder graphimetrische Beschickung beziehungsweise Dosierung kann durch die richtige Bauform der Förderspirale erreicht werden. Bei der Form der Förderrinne gibt es viele Bauarten: Rohr- und verschiedene U-förmige Arten, V-förmig sowie die Rechteckform. Es gibt auch abweichenden Bauformen, zum Beispiel eine Ausstattung mit Heiz- oder Kühlmantel, diverse Zu und Abführungen oder Konstruktionen nach Kundenzeichnung.
Die Form der Förderschnecke unterscheidet sich in Spiral- oder Segmentausführung und die Wendeln werden aus kaltverformten Spiralen oder einzelnen Schneckensegmenten hergestellt, auf einem Achsrohr aufgebracht und verschweißt. Für die verschiedenen Anforderungen gibt es diverse Werkstoffe und Oberflächen: Edelstahl gebeizt, passiviert, geschliffen, poliert, Stahl grundiert und lackiert. Die Steigung der Schneckenblätter und deren Anordnung führt zu unterschiedlichen Wirkungen. In Förderrichtung progressiv ansteigende Schneckenwendel reduzieren den Schneckeninhalt und eigenen sich für Dosierzwecke, degressive Steigungen können eine Presswirkung erzielen. Aus der so simpel anmutenden archimedischen Schraube ist ein zeitgemäßes Transportmittel geworden, mit der sich unterschiedliche Förderaufgaben ausführen lassen. ma








