Kalibrierung
Streng nach Norm
Eine Schraubverbindung hält nur dann, wenn die Schraube und das Zusammenspiel von Drehmoment und Vorspannkraft einwandfrei funktionieren. Um das zu testen, ermöglicht Schatz Analyse-Prüfungen nach internationalen Normen. Werkskalibrierschein oder DAkkS-Kalibrierung - das ist hier die Frage.
Die Qualität von Schrauben und Muttern, die in der Montage verwendet werden, haben einen gewaltigen Einfluss auf die Qualität der Schraubverbindung. Ihre Funktionsprüfungen sind die für die Anwendung in der Montage wichtigsten Analysen. Sie beschreiben mechanische Eigenschaften und Toleranzen der Verbindungselemente, so dass diese ihre Funktion erfüllen. Dabei werden auch die Reibungszahl, die Vorspannkraft und das Drehmoment ermittelt. Bei der Planung zur Kalibrierung muss man sich die Frage stellen, ob eine Werkskalibrierung ausreicht oder eine DAkkS-Kalibrierung benötigt wird. Dabei kann diese Frage nicht auf Grundlage der Kosten beantwortet werden. Denn eine DAkkS-Kalibrierung ist aufgrund der deutlich höheren Anzahl an Messpunkten, die ermittelt werden müssen, und der damit verbundenen Fehlerberechnung aufwändiger als eine Werkskalibrierung und verursacht entsprechend höhere Kosten.
Eine offizielle Definition für den Begriff Werkskalibrierung gibt es nicht. Aus diesem Grund weiß man niemals genau, was angeboten wird. Eine Werkskalibrierung sollte in der Regel in Anlehnung an Normen oder Regelwerke durchgeführt werden. Diese Kalibrierung reicht für viele Anwendungen aus und ist z. B. mit dem Laborsystem Schatz-Analyse durchzuführen.
Ein Dienstleister, der Werkskalibrierungen durchführt, sollte unbedingt nach EN ISO 17025 akkreditiert sein, um die geforderte Rückführbarkeit sicherzustellen. Dies gilt für alle DAkkS-akkreditierten Kalibrierlaboratorien in Deutschland. Ein Laboratorium, das eine solche Akkreditierung besitzt, hat ein Qualitätsmanagement-System und beachtet die gesamten Vorgaben bestehender Normen. Als Auswahlkriterium, ob ein Werkskalibrierschein ausreicht oder eine DAkkS-Kalibrierung notwendig ist, dient die Einstufung des Messgerätes hinsichtlich der Anwendung: Ist das Messgerät regelmäßig in Gebrauch, um kritische oder qualitätsrelevante Messungen durchzuführen? Werden mit dem Messgerät andere Geräte kalibriert? Ordnet man die Geräte in die verschiedenen Ebenen der Kalibrierhierarchie ein, stellt man fest, dass Gebrauchsnormale vorhanden sind. Hierzu gibt die DKD-4 präzise Auskunft: „Gebrauchsnormale oder Werksnormale müssen durch ein akkreditiertes Kalibrierlaboratorium kalibriert und so auf nationale Normale rückführbar sein.“

Was leistet Kalibrierung?
Bestehende Normen für Qualitätsmanagementsysteme fordern eine unabhängige und rückführbare Überprüfung der Mess- und Prüfmittel. Der Kernpunkt jeder Überwachung von Mess- und Prüfmitteln ist dabei die fachgerechte und anwendungsorientierte Kalibrierung. Worauf man achten sollte, weiß Dr. Volker Schatz, CEO der Schatz AG.
Dies ist eine Entscheidungshilfe dafür, welche Mess- und Prüfmittel unbedingt eine DAkkS-Kalibrierung benötigen. Bei DAkkS-Kalibrierungen wird der gesamte Ablauf einer Kalibrierung bis hin zu Form und Inhalt der Kalibrierscheine vom DKD vorgeschrieben.
Für die Erstellung von Werkskalibrierscheinen gibt es nicht für alle Parameter Vorgaben. Daher muss daher darauf geachtet werden, dass die Messunsicherheit und die Anteile, die zur Messunsicherheit führen, ausgewiesen sind und die Rückführbarkeit belegt ist.
Kalibrierungen ohne Angabe der Messunsicherheit sind wertlos. Ob Werks- oder DAkkS-Kalibrierungen notwendig sind, entscheidet somit die Kalibrierhierarchie. Dr. Volker Schatz, CEO Schatz AG / ee









