84.900 Aussteller und 3 Millionen Besucher
Messe Frankfurt erzielt neue Umsatz-Bestmarke
Die Messe Frankfurt hat die vorläufigen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2014 bekannt gegeben. Demnach stieg der Umsatz der Unternehmensgruppe moderat auf insgesamt über 550 Millionen Euro, eine neue Bestmarke.
Aus dem Umsatz wurde mit mehr als 45 Millionen Euro erneut ein auf hohem Niveau stabiles Ergebnis vor Steuern erwirtschaftet. Bereinigt um Abschreibungs- und Finanzierungskosten ergibt sich ein EBITDA von rund 96 Millionen Euro. Der Konzern-Jahresüberschuss wird auch in diesem Jahr mehr als 30 Millionen Euro betragen.
Im Rahmen des langfristig angelegten Unternehmens-Masterplans „Messe Frankfurt 2020“ hat die Unternehmensgruppe in einem nicht immer einfachen wirtschaftspolitischen Umfeld wichtige Etappenziele erreicht und die nächsten Meilensteine für die kommenden Jahre anvisiert. „Mit unserer nachhaltigen Profitabilität schaffen wir den Freiraum für die Weiterentwicklung unseres Unternehmens und stärken damit unsere herausragende Marktposition in den globalen Wachstumsmärkten“, sagte Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, bei Vorlage der vorläufigen Kennzahlen für 2014 in Frankfurt am Main.
Im Inland wurde im ausklingenden Jahr ein konsolidierter Umsatz von mehr als 354 Millionen erwirtschaftet; turnusbedingt fällt er etwas geringer aus als in den vergangenen beiden Jahren. Aufgrund einer deutlichen Geschäftsausweitung und der Messeturni ist der Auslandsumsatz signifikant gewachsen. Er summiert sich konsolidiert auf rund 196 Millionen Euro ebenfalls zu einem neuen Bestwert. Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz steigt damit auf rund 36 Prozent.

"formnext" feiert 2015 Premiere
Messe Frankfurt gründet neue Fachmesse für Formenbau
Die Messe Frankfurt will nach dem Weggang der Euromold eine eigene Fachmesse für Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung und additive Fertigungstechnologie veranstalten: Die "formnext" wird erstmals vom 17. bis 20. November 2015 auf dem Frankfurter Messegelände durchgeführt.
Zum Jahresende wird die Unternehmensgruppe Messe Frankfurt mehr als 2.200 aktive Mitarbeiter beschäftigen, rund 43 Prozent sind außerhalb Deutschlands tätig.
Nachhaltiger Unternehmenserfolg durch Ausbau und Wachstum bestehender Geschäfts- und Kompetenzfelder
Die starke operative Geschäftstätigkeit der Messe Frankfurt spiegelt sich in den Veranstaltungskennziffern wider. „Weltweit kamen mehr als 84.900 Aussteller, so viele wie noch nie, sowie mehr als drei Millionen Besucher zu Veranstaltungen der Messe Frankfurt. Von den insgesamt 120 Messen und Ausstellungen rund um den Globus fanden 76 Veranstaltungen außerhalb Deutschlands statt. Mit mehr als 43.000 Ausstellern und 1,5 Millionen Besucher konnten auch hier neue Höchstwerte erzielt werden“, sagte Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. Trotz dieser erfreulichen Ergebnisse dürfe man das volatile Umfeld und die weiter anhaltenden Strukturumbrüche in einzelnen Branchen nicht vergessen. „Wir reagieren mit einem durchdachten Geschäftsmodell, mit der richtigen Strategie und mit angepassten Strukturen in der Unternehmensgruppe“, betonte Braun. Mit einem breit angelegten und auf Wachstum ausgerichteten Veranstaltungsportfolio habe man das Risiko optimal gestreut.
Im Inland verzeichnet die Messe Frankfurt ein stabiles Geschäft auf hohem Niveau. Neue strategische Partnerschaften wurden mit der Hamburg Messe, der Messe Essen und der Leipziger Messe geschlossen. Der Heimatstandort Frankfurt weist eine robuste Performance des Kerngeschäfts auf, sowohl im Messe- als auch im Kongressgeschäft. Parameter wie ein hoher Zufriedenheitsgrad auf Kundenseite und Spitzenwerte bei der Internationalität auf den konzerneigenen Veranstaltungen – auf Ausstellerseite 74 Prozent, bei den Besuchern 48 Prozent – runden das positive Bild ab.
In enger Abstimmung mit der Branche hat die Messe Frankfurt beschlossen, 2015 eine eigene Fachmesse für Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung und additive Fertigungstechnologie an den Start zu bringen. Die Formnext wird, so Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, vom 24. bis 27. November 2015 auf dem Frankfurter Messegelände stattfinden. „Mit der Formnext kommen wir den Wünschen der Branchenvertreter nach einem neuen Messeformat nach“, hob Behm hervor.
Wachstumstreiber ist das Ausland. „Hier haben wir in einigen Regionen das Geschäftstempo erheblich gesteigert“, hob Detlef Braun hervor. Verstärkte globale Präsenz und Konzentration zeigt das Unternehmen in ausgewählten Regionen und Ländern, vorrangig in Asien, der Türkei und in Russland. Dort konnte durch Akquise und den Export von Brands 2014 das Portfolio um insgesamt 14 neue Veranstaltungen erweitert werden. In Indien hat die Messe Frankfurt zuletzt mit sechs passenden Zukäufen ihr Angebot auf 17 Veranstaltungen ausgebaut. Jüngste Akquise in Russland ist die Modern Bakery, die einzige Messe Russlands und der GUS, die das komplette Spektrum der Bäckerei- und Konditorenbranche mit allen angrenzenden Themengebieten abdeckt.
Mit ZAO Expoforum, Eigner und Betreiber des neuen Messe- und Kongressgeländes in St. Petersburg, wird die Messe Frankfurt partnerschaftlich kooperieren, u.a. als Berater bei der Vermarktung des Geländes.
Verstärkt rückt der afrikanische Kontinent in das Aktionsfeld. Hier hat das Unternehmen im Sommer mit dem Mehrheitserwerb an dem südafrikanischen Messeveranstalter South African Show Services eine Tochtergesellschaft gegründet und ein bestehendes Veranstaltungspackage erworben. „Wir denken über weitere Veranstaltungen und Formate nach, auch in den Nachbarstaaten“, erläuterte Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. Aktuell hat die Messe Frankfurt mit Trade and Fairs East Afrika Ltd und Planetfair GmbH + Co. KG eine strategische Partnerschaft beschlossen. Ab kommendem Jahr wird Ostafrikas einzige Sicherheitsfachmesse unter dem Namen SecProTec EAST AFRICA powered by Intersec stattfinden.
Im Rahmen ihres langfristig angelegten Gelände-Masterplans hat die Messe Frankfurt mit weiteren Investitionen am Heimatstandort neue Eckpfeiler in der Geländeentwicklung festgelegt. Nach der Eröffnung des Kongresshauses Kap Europa ist das neue Operation & Security Center in Betrieb gegangen. „Mit der Zusammenlegung der kompletten Steuerung, Betriebs- und Geländesicherheit konzentriert an einem Ort haben wir ein Projekt realisiert, das in dieser Form bisher einzigartig in der Messebranche ist“, betonte Uwe Behm.
Gestern hat der Aufsichtsrat ein Investitionsvolumen von rund 300 Millionen Euro für die zweite Geländeausbaustufe im Rahmen des Masterplans genehmigt. Mit dem Abschluss der Architekturwettbewerbe zum neuen Messeeingang Süd und zur Halle 12 wurden zudem die Weichen zur Weiterentwicklung dieser beiden Großprojekte gestellt.
2015 will die Unternehmensgruppe ihre internationale Spitzenposition und die Marke Messe Frankfurt weiter stärken. „Wir werden unseren Weg in den Kernkompetenzbereichen und definierten Zielgruppen weiterführen und dabei die wichtigsten Märkte bedienen, in Frankfurt und weltweit“, resümierte Wolfgang Marzin. „Die Messe-Frankfurt-Gruppe wird im kommenden Jahr weiter zulegen." kf









