Blick nach vorn
Langfristig von Vorteil
Robur ist ein Industrieservice-Dienstleister, der auch Instandhaltungsmaßnahmen anbietet. Was genau das Ziel des Unternehmens ist, und warum eine professionelle, effiziente Instandhaltung langfristig von Vorteil ist, auch wenn sie zunächst mit teils hohen Investitionen verbunden ist, erklärt Jan-Jörg Müller-Seiler, CEO und Managing Partner von Robur, im Interview.
Robur ist ein erfolgreicher Industrieservice-Dienstleister mit einem breiten Portfolio, zu dem auch die Instandhaltung gehört. Was genau können wir uns darunter vorstellen?
Die Robur Industry Service Group verfolgt seit ihrer Gründung die Vision, die digitale Transformation und den ökologischen Wandel in der Industrie voranzutreiben und die Unternehmen bei der Umsetzung zu unterstützen. Zu diesem Zweck können wir auf ein breites Portfolio zurückgreifen und unseren Kunden viele Lösungen aus einer Hand anbieten. Auf der einen Seite bedeutet Instandhaltung – wie das Wort schon sagt –, Anlagen, Maschinen und ganze Produktionsstätten am Laufen zu halten, also dafür zu sorgen, dass sie funktionieren und möglichst keinen oder nur einen kurzen Stillstand verursachen. Auf der anderen Seite gilt es genauso dafür zu sorgen, dass eben diese auch erneuert, modernisiert, digitalisiert und automatisiert werden. Auch Prozesse müssen immer wieder optimiert werden. All das bieten unsere Partnerunternehmen in den unterschiedlichsten Branchen an.
Inwiefern werden Aspekte der Industrie 4.0 und der Digitalisierung in die Instandhaltungsmaßnahmen integriert?
Unser Portfolio und die daraus resultierende Expertise dehnen sich neben den Ansprüchen der "klassischen produzierenden Gewerbe", wie es eben Industriemontagen, Rohrleitungsbau, Pumpenlösungen und klassische Schweiß- und Reparaturarbeiten sind, auch auf Prozessoptimierung aus. Dazu gehören beispielsweise intelligente Sensoren, Cobots und Roboter, KI, Automation, AGVs (Automated Guided Vehicles), moderne Enterprise Asset Management Systeme (EAM) in Produktionsanlagen. Darunter fallen auch Connectivity wie 5G- oder WIFI6-Netzwerke. Software-Lösungen, die es ermöglichen, große Datenmengen in Echtzeit zu übertragen, zu verarbeiten und zu analysieren. Stichwort: Predictive Maintenance.
Warum ist Instandhaltung so wichtig und wie wird das Thema in der Industrie Ihrer Erfahrung nach gewichtet?
Professionelle, effiziente Instandhaltung – also auch Modernisierung durch Digitalisierung, Automation usw. – reduziert nicht nur Produktionskosten und -zeiten langfristig, sondern verhindert, wie eingangs schon erwähnt, auch teure Produktionsausfälle und Stillstände. Veraltete Maschinen und Anlagen, die dann auch nicht regelmäßig instandgehalten und modernisiert werden, haben zusätzlich noch einen hohen Energieverbrauch, der folglich nicht nur finanziell von Nachtteil ist, sondern auch einen hohen negativen Einfluss auf die Umwelt hat. Zudem werden durch die Konkurrenzfähigkeit auch Arbeitsplätze erhalten sowie der Industriestandort Deutschland. Häufig wird in der Industrie das Thema eher stiefmütterlich behandelt, da es kurzfristig Kosten verursacht und teils hohe Investitionen erfordert. Doch langfristig bringt es in jedem Fall Vorteile für die Unternehmen. Denn die Kosten eines Produktionsstillstands sind meist weitaus höher als die nötigen Investitionen.
Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 12/23








