
Auch wenn sich das Herstellen von Prototypen im LOM-Verfahren (Laminated Object Manufacturing) am Markt nie richtig etabliert hat: Für das Mock-up-Modell eines Blindenlesegerätes war der Schichtaufbau aus Papier und Schmelzkleber nach dem damaligen Stand der Technik aus haptischen Gründen genau die richtige Material-Mixtur. LOM-Modelle wurden nach dem Auftragen der mit Schmelzkleber verleimten Schichten aus Papier mit Messer und Laser in Form gebracht. Dieses Fertigungsverfahren für Prototypen barg allerdings auch gewisse Risiken. Da die Modelle nicht wasserdicht waren, setzte schon die geringste Feuchtigkeit den Oberflächen zu und ließ sie aufquellen. Damit veränderten sich auch ihre Strukturen, so dass das teure Modell bei unsachgemäßer Lagerung und Handhabung schon mal unbrauchbar werden konnte. Der Komplettauftrag für Promod schloss neben der Erarbeitung der 3D-Daten auch die Herstellung funktionaler Musterteile ein. Dazu wurde an Hand des Mock-up-Modells eine Silikonform für den Abguss geschaffen.
