Marktentwicklung Antriebstechnik

Melanie Steinbeck,

Insights von SEW Eurodrive von der SPS 2025 in Nürnberg

Wie entwickelt sich der Markt für Antriebstechnik, und welche Trends beobachten Unternehmen. Im Rahmen unserer Kurzinterviewreihe zur SPS haben wir nachgefragt: Heiko Füller, Leiter Markt und Analyse bei SEW-Eurodrive Germany, gibt Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Branche.

Welche Technologien stehen bei Ihnen im Mittelpunkt?

Heiko Füller, Leiter Markt und Analyse bei SEW Eurodrive Germany © SEW Eurodrive

Bei SEW-Eurodrive konzentrieren wir uns auf intelligente Antriebssysteme, Automatisierungslösungen und digitale Services. Unser Ziel ist es, die Effizienz und Flexibilität in der Produktion zu steigern und gleichzeitig die Energie- und Ressourcennutzung zu optimieren. Zukunftsorientierte Technologien wie Condition Monitoring, Predictive Maintenance und vernetzte Steuerungssysteme spielen dabei eine zentrale Rolle.

Welcher Branchentrend hat für Ihr Unternehmen derzeit die größte Relevanz?

Die stärkste Dynamik sehen wir in der Digitalisierung und Vernetzung von Maschinen sowie in nachhaltigen Produktionskonzepten. Datenbasierte Services und modulare Automatisierungslösungen sind entscheidend, um den steigenden Anforderungen an Effizienz und Transparenz gerecht zu werden. Gleichzeitig gewinnt die Integration von KI-gestützten Prozessen und energieeffizienten Lösungen zunehmend an Bedeutung.

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für Ihre Branche in den nächsten zwei bis drei Jahren?

Die Branche steht vor komplexen Herausforderungen: Fachkräftemangel, hohe Energiekosten und geopolitische Unsicherheiten belasten die Wettbewerbsfähigkeit. Hinzu kommt der Druck, die Digitalisierung konsequent umzusetzen, während gleichzeitig die Rohstoff- und Lieferkettenproblematik sowie steigende regulatorische Anforderungen bewältigt werden müssen.

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Was müsste sich aus Ihrer Sicht politisch oder gesellschaftlich ändern, damit die Branche wieder stärker wachsen kann?

Wir benötigen verlässliche Rahmenbedingungen für die Energiewende, eine deutliche Reduzierung bürokratischer Hürden und eine stärkere Förderung von Innovationen. Ebenso ist eine gezielte Qualifizierung von Fachkräften entscheidend, um den technologischen Rückstand aufzuholen und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie langfristig zu sichern.

Und ganz persönlich: Was ist für Sie das Highlight an der SPS 2025?

Das Highlight ist für mich wieder der direkte Austausch mit Kunden und Partnern über zukunftsweisende Automatisierungslösungen. Die SPS bietet die perfekte Plattform, um unsere neuesten Innovationen vorzustellen und gemeinsam über Strategien für eine nachhaltige, digitale und flexible Industrieproduktion zu sprechen.

Herzlichen Dank für das Interview.

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