Strukturdämpfer

Letzter Mann im Simulatorenbau

Die niederländischen Spezialisten von E2M Technologies für elektrische Bewegungsplattformen und aktive Kraftrückführungssysteme von Simulatoren aller Größen- und Gewichtsklassen sind Experten im Bereich der elektrischen Steuerungstechnik. In einem dynamischen Unternehmen wie diesem, in dem viel in Bewegung ist, ergeben sich zahlreiche Parallelen zum Sport. So übernehmen am Unterbau der Konstruktionen von E2M verschiedene Typen der Strukturdämpfer namens Tubus von ACE wichtige Aufgaben beim Schutz der Gesamtkonstruktion und fungieren damit quasi als Torwart im Team.

Am Unterbau der Electric Motion Systems von E2M übernehmen verschiedene Typen der Strukturdämpfer namens Tubus von ACE wichtige Aufgaben beim Schutz der Gesamtkonstruktion.

Es waren die Niederländer, die als erste Nation in Europa ihre Nachwuchsarbeit in den großen Fußballclubs konsequent an ihrer Profiabteilung ausgerichtet haben. Das heißt, bereits die Jugendmannschaften spielen mit der Taktik, die der Trainerstab der ersten Mannschaft vorgibt. Was dies mit Hightech-Lösungen wie etwa Simulatoren zu tun hat? Viel. Denn für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke bietet E2M Technologies aus Amsterdam verschiedene Subsysteme für Simulatoren an. Je nachdem, ob Flugzeugcockpits, Eisenbahnführerstände, Pkws für die Industrie oder auch Unterhaltungsmodelle simuliert werden, ändern sich die Parameter hinsichtlich Größe, Gewicht und Geschwindigkeit entscheidend. Das Bewegungsprinzip bleibt jedoch immer gleich. Ähnlich sieht es im Fußball aus. Ein Zehnjähriger hat andere physische Voraussetzungen als ein 18-Jähriger, die taktische Ausrichtung ist aber nach dem niederländischen Modell die gleiche. Zwei Vorteile hat die Automation jedoch gegenüber dem Sport: Zum einen ist die Abstimmung aufeinander kein langjähriger Prozess, sondern dank computergesteuerter Systeme schnell vollzogen. Erst wenn diese Systeme beispielsweise wegen Stromausfalls versagen, kommen bei E2M die Torhüter beziehungsweise die Notstopplösungen ins Spiel. Zum anderen ist es erlaubt, mehrere Produkte für den Notstopp in einem Simulator einzusetzen und dabei auch noch ihre Größe anhand der jeweiligen Anforderungen genau auszulegen. Anders ausgedrückt: Man braucht keinen Champions-League-Torhüter zu bezahlen, wenn es drei talentierte, robuste Keeper auch tun.

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Die TA-Familie der Tubus Strukturdämpfer von ACE wurde speziell für ein Maximum an Energieaufnahme im Bereich von 2 Nm bis 2.951 Nm entwickelt.

Allerdings verhält sich der Simulatorenbau deutlich komplexer als ein Fußballspiel. Dies liegt daran, dass es zumeist gleichzeitige Bewegungen in den X-, Y- und Z-Achsen gibt. Das bedeutet, das Team muss im schlimmsten Fall gleichzeitig drei Tore verteidigen. Und weil die auftretenden Kräfte unterschiedliche Werte aufweisen, handelt es sich auch noch quasi um ein Fußball-, ein Handball- und ein Eishockeytor. Für unterschiedliche Tore braucht der Konstrukteur wiederum unterschiedliche Torhüter. Im Fußball benötigt man zum Beispiel mehr Sprungkraft, im Handball mehr Beweglichkeit und im Eishockey mehr Nervenstärke. Den Niederländern war in der Planungsphase also klar, dass sie Dämpfer mit unterschiedlichen Kennlinien benötigen würden. Pieter Campagne als Mechanical Design Engineer beziehungsweise Trainer und Jan van Bekkum als General Manager beziehungsweise Vorstand im Bereich Sport suchten demnach einen Spielervermittler oder sagen wir besser Hersteller, der mit seinen Spielern, nennen wir sie hier lieber Produkte, allen Anforderungen gerecht werden würde. Genau hierfür ist in den Bereichen des Abbremsens von Massen, der Regulierung von Geschwindigkeiten und der Eindämmung von Vibrationen die ACE Stoßdämpfer GmbH bekannt.

Klein und leicht

Ralf Küppers und Han Titulaer heißen die Männer für den Vertrieb von ACE-Lösungen in den Benelux-Ländern. Auf deren Empfehlung wurden die wegen ihrer rohrähnlichen Form Tubus genannten Strukturdämpfer in dem hier beschriebenen Einsatzfall verwendet. Sieben Bauarten umfassend, stehen Kons-trukteuren für die unterschiedlichsten Anwendungen ca. 150 Einzelprodukte zur Verfügung. Dabei ist es möglich, degressive, progressive oder annähernd lineare Kennlinien zu erzeugen. Bei den elektrischen Bewegungsplattformen aus den Niederlanden kommen vor allem Tubus aus der TA-Familie für degressive Kennlinien und die so genannte TC-Baureihe zum Einsatz. Dabei besitzen die Tubus TC ideale Kennlinien mit hohen Rückstellkräften bei aufgenommenen Energien von 630 bis 17.810 Nm pro Hub für Notstopp-Anwendungen. Dazu Pieter Campagne, Konstrukteur von E2M Technologies: „Einzelne ‚Motion Systeme‘ aus unserem Haus können bis zu 20 t schwer sein. Bei einer Verfahrgeschwindigkeit von maximal 1 m/s entstehen schnell Antriebskräfte von bis zu 200 kN. Diese im Notfall aufzunehmen, ohne dass die Gesamtkonstruktion dabei Schaden nimmt, ist mit den robusten, zuverlässigen Strukturdämpfern von ACE eine sichere Sache.“ Zusätzlich zur sehr hohen Standzeit von bis zu mehreren Millionen Lastwechseln heben sie sich von allen anderen Feststoff-Dämpfungselementen durch ihre platzsparende Bauform und das geringe Eigengewicht ab. „So konnten wir durch ein vereinfachtes Design bares Geld an der Konstruktion sparen“, so Geschäftsführer Jan van Bekkum.

Neben den Standardprodukten der Serie gibt es noch eine Vielzahl an Spezialausführungen für kundenspezifische Einsatzfälle auf Anfrage. Nur auf dem Fußballplatz sind Tubus aller hier genannten Parallelen zum Trotz noch nicht gesichtet worden. ee

HMI, Halle 16 Stand F07

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