Hedelius macht Baader effektiver

Mannlos durch die Nacht

Mit einem Bearbeitungszentrum von Hedelius kann der Fischverarbeitungsmaschinenbauer Baader ein spezielles Bauteil in einer dritten Schicht mannlos fertigen: Die fast einhundert Jahre bestehende Baader-Group befindet sich seit ihrer Gründung 1919 in Familienbesitz und beschäftigt mittlerweile gut 1.100 Mitarbeiter weltweit, 500 alleine am Hauptsitz in Lübeck. Am norddeutschen Standort liegt der Schwerpunkt klar auf der Produktion von Fischverarbeitungsmaschinen und Separatoren. An weiteren Standorten weltweit werden darüber hinaus Maschinen für die Geflügelverarbeitung hergestellt und unter dem Markennamen Linco international vermarktet. Ein weiteres Geschäftsfeld ist außerdem der Bereich Business Solutions.

Heterogenes Teilespektrum in kleinen Stückzahlen

In den Fischverarbeitungsmaschinen der Baader Gruppe kommen Edelstahlbauteile zum Einsatz, die auch auf Hedelius-Bearbeitungszentren gefertigt werden. (Fotos: Hedelius)

In Lübeck werden mehr als 50 Basisvarianten der Fischverarbeitungsmaschinen auf 14.000 Quadratmetern Produktionsfläche gefertigt und in kundenspezifischen Ausführungen vertrieben. Wegen der großen Anzahl an unterschiedlichen Grundmodellen wird eine Vielzahl an Bauteilen benötigt, größtenteils in nur kleinen Stückzahlen. „Die durchschnittliche Losgröße liegt bei zehn Stück, das Teilespektrum ist dabei absolut heterogen“, beschreibt Produktionsleiter Jörg Schröter die Situation in der Fertigung.

Hygiene spielt bei den Lebensmittelverarbeitungsmaschinen von Baader eine enorm wichtige Rolle, was schon beim Material der Werkstücke anfängt. Überwiegend wird rostfreier Edelstahl bearbeitet, in geringem Umfang auch Aluminium, Messing und Kunststoffe. Die Bauteile müssen grundsätzlich so beschaffen sein, dass sich keine Bakterien in unebenen Flächen ablagern können.

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T7 2600 rund um die Uhr im Einsatz

Für diese herausfordernde Fertigungsaufgabe kommen auch drei Maschinen von Hedelius zum Einsatz: zwei kombinierte Drei- und Fünf-Achs-Bearbeitungszentren RS 605 K sowie ein Schwenkspindel-Bearbeitungszentrum T7 2600. Für ein spezielles Bauteil der Separatoren konnte dank des Maschinenkonzepts eine Produktivitätssteigerung erzielt werden: Gemeinsam mit den Spezialisten von Hedelius wurde die Fertigung des Bauteils so optimiert, dass die T7 2600 nun in der dritten Schicht ohne Bediener fertigen kann. „Tagsüber werden auf der T7 Standardteile produziert, nachts läuft die Maschine in der dritten Schicht mannlos“, ergänzt Diplom-Ingenieur Schröter. „Wir haben gemeinsam eine schöne Lösung gefunden.“ bw

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